Die Bergische Entwicklungsagentur will mit einer neuen Plattform Firmen für Tagungen und Events ins Städtedreieck locken. Titel des Projekts: „bergisch.findig“.

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Atmosphäre durch Geschichte: Unter den für Wuppertal beworbenen Tagungs-Orten bei „bergisch.findig“ sind das Schloss Lüntenbeck (Foto links) und die Historische Stadthalle. Archiv-

Atmosphäre durch Geschichte: Unter den für Wuppertal beworbenen Tagungs-Orten bei „bergisch.findig“ sind das Schloss Lüntenbeck (Foto links) und die Historische Stadthalle. Archiv-

Atmosphäre durch Geschichte: Unter den für Wuppertal beworbenen Tagungs-Orten bei „bergisch.findig“ sind das Schloss Lüntenbeck (Foto links) und die Historische Stadthalle. Archiv-

Atmosphäre durch Geschichte: Unter den für Wuppertal beworbenen Tagungs-Orten bei „bergisch.findig“ sind das Schloss Lüntenbeck (Foto links) und die Historische Stadthalle. Archiv-

Uwe Schinkel, Bild 1 von 3

Atmosphäre durch Geschichte: Unter den für Wuppertal beworbenen Tagungs-Orten bei „bergisch.findig“ sind das Schloss Lüntenbeck (Foto links) und die Historische Stadthalle. Archiv-

Wuppertal. Der Tourist im Bergischen Land ist gemeinhin mit Rucksack und Wanderstock unterwegs. Doch die Bergische Entwicklungsagentur (Bea) hat noch eine andere touristische Zielgruppe im Visier, und die trägt eher Laptop und Aktenkoffer: Geschäftsreisende. Ob Tagungen, Seminare, Kongresse oder feierliches Firmenjubiläum: Es gibt viele Anlässe für die Unternehmen, ihre eigenen Büros oder Konferenzräume zu verlassen, und sich nach einem geeigneten Veranstaltungsort (neudeutsch „Eventlocation“) umzusehen. Dabei will eine neue Plattform der Bea künftig helfen.

Bergische Industrie-Kultur als Alleinstellungs-Merkmal

„Das Städtedreieck mit seinem Alleinstellungsmerkmal bergische Industriekultur hat hier sehr viel zu bieten: vom kleinen, urigen Ort für kreatives Denken bis zum großen, stilvollen Festsaal gibt es hier eigentlich alles – nur es ist nicht so bekannt“, erläutert Bea-Chef Bodo Middeldorf, warum sich seine Agentur gezielt mit diesem Thema befasst hat.

Das Ergebnis lässt sich bald buchstäblich erfahren: Am 22. Februar geht die neuentwickelte Internet-Plattform www. bergisch-findig.de ans Netz, und zum Start führen vier Bustouren zu einigen dieser besonderen Orte in Wuppertal, Remscheid und Solingen (siehe Infokasten).

Derweil wird noch fleißig an den Funktionen und Inhalten des neuen Eventlocation-Finders gebastelt. Denn das Web-Angebot listet nicht nur die derzeit rund 40 ungewöhnlichen Orte in der Region in Text und Bild auf. Die Suche lässt sich je nach Zielsetzung verfeinern: unter „Grün aktiv“ Orte wie das Solinger Industriemuseum oder Schloss Lüntenbeck, wo sich Gruppenerlebnisse beim gemeinsamen Schmieden oder Klettern schaffen lassen und sich kreativ denken lässt.

Firmen finden auch Infos zum Rahmen-Programm

Unter „festliche Orte“ stehen Attraktionen wie die Wuppertaler Stadthalle oder die Klosterkirche Lennep, wo große Anlässe, Präsentationen oder Gala-Empfänge stattfinden. Ausstattung, Lage und das Aktivprogramm fehlen ebenso wenig wie eine Gästebuchfunktion, mit der die Nutzer ihre Erfahrungen mitteilen können.

Mit einem Start-Event soll das Angebot ans Netz gehen: Am Dienstag, 22. Februar um 13.30 Uhr, geht es in der Wuppertaler Stadthalle mit einem Empfang los. Um 15 Uhr starten vier Bus-Entdeckungstouren zu ausgewählten Orten von „bergisch.findig“. Ab 19 Uhr wird im Forum Maximum im Barmer Bahnhof der Startknopf für das neue Angebot gedrückt, Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft. Anmeldungen bis 15. Februar unter Telefon 0212/ 88 160  663 oder im Internet.

Und da Firmen nicht nur tagen oder feiern wollen, sondern auch an einem interessanten Rahmenprogramm interessiert sind, gibt es Hinweise auf Betriebsbesichtigungen bei den Weltmarktführern in der Region, Werksverkaufsstätten für typisch bergische Produkte und zu guter Letzt Tipps für kulinarische Events.

Damit ist der Service der Website aber nicht erschöpft: Als Mittler steht die Bea Interessenten auch mit Rat und Tat zur Seite, stellt individuelle Programme zusammen oder vereinbart Termine für Besichtigungen.

Middeldorf: Angebot auch für Firmen an Rhein und Ruhr interessant

Middeldorf glaubt, dass das neugeschaffene Angebot nicht nur für die hiesigen Firmen interessant ist, sondern auch Geschäftskunden von außen anlocken kann. „Nicht nur wir sind in einer halben Stunde in den Großstädten im Rheinland und Ruhrgebiet, sondern die anderen ebenso schnell bei uns.“ Diese Nähe zu den attraktiven Angeboten im Städtedreieck aufzuzeigen, ist ebenfalls eines der Ziele der neuen Plattform. Damit will die Bea die „Wertschöpfungskette“ wieder mehr in der Region verankern. Denn das Geld, das Firmen für ihre Events, das Rahmenprogramm und die Verpflegung ausgeben, bliebe im Städtedreieck statt nach draußen zu fließen.

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