Seit 75 Jahren besteht das Unternehmen. 1900 Menschen beschäftigt das Haus, das Salamander mittlerweile integriert hat.

A2942 Ingo Wagner

Wuppertal. Wer derzeit durch die Innenstädte geht, dem bleibt es angesichts der Plakatierung an den Geschäften kaum verborgen: Das Schuhhaus Klauser feiert das 75-jährige Bestehen. Und im Jubiläumsjahr ist das seit vielen Jahren ständig wachsende Unternehmen so groß wie niemals zuvor, wie Geschäftsführer Hermann-Josef Richter bestätigt.

Klauser hat bundesweit gut 130 Filialen

Das Schuhhaus betreibt bundesweit 80 Klauser-Filialen, dazu kommen 52 Salamander-Geschäfte, seitdem Lurchi Anfang des Jahres 2009 an die Wupper gezogen ist und Klauser die deutschen Filialen des Unternehmens mit dem bekannten Wappentier übernommen hat.

Das war (nachdem in einem vorhergegangenen Wachstumsschub bereits Böhmer-Filialen in Essen aus der Insolvenz heraus und später noch welche in Düsseldorf übernommen wurden) der Einstieg in eine deutlich höhere Marktpräsenz, denn vor dem Betreiben der Salamander-Filialen lag der Schwerpunkt von Klauser eindeutig in NRW und deutlich weniger ausgeprägt in Sachsen.

Das ständige Wachstum beschert dem Wuppertaler Unternehmen, das zu den größten inhabergeführten Schuhhäusern Deutschlands gehört, im Jubiläumsjahr die stattliche Zahl von rund 1900 Mitarbeitern.

Jedes Jahr unterlaufen im Durchgangslager in Wuppertal an der Wasserstraße rund drei Millionen Paar Schuhe die Qualitätskontrolle, werden ausgezeichnet, für die einzelnen Filialen kommissioniert und schließlich von Wuppertal aus auf die Reise in die Filialen geschickt. Kein Wunder also, dass Klauser Ende des Jahres 2009 gut 1,5 Millionen Euro in den Standort Wasserstraße mit Zentralverwaltung, Lager und Warenlogistik investierte. Gerade erst hat Klauser zudem neue Filialen in Neuss, Grevenbroich, Ludwigshafen und Kempen errichtet.

Peter Prange und Hermann-Josef Richter sind die Geschäftsführer

Derzeit läuft zwar der Jubiläumsverkauf. Eine große Feier mit den 1900 Mitarbeitern und deren Familien findet aber erst am 17. Juli im Stadion am Zoo statt.

Den Grundstein für das Geschäft legt Klara Klauser mit dem Kauf des Schuhgeschäfts Kamp im Jahr 1963. 1965 treten Maria Prange als Kommanditistin und Gerd Prange als persönlich haftender Gesellschafter ein. Damals gibt es fünf Geschäfte und 35 Mitarbeiter. Pranges erste Neueinstellung ist im Jahr 1966 Hermann-Josef Richter.

Die Unternehmenszentrale an der Wupperstraße wird 1996 errichtet, 1998 folgt die Übernahme von zwölf Voswinkel-Schuhhäusern. Im Jahr 2006 baut Klauser die Filiale an der Schlössersgasse aufwändig um.

Geschäftsführer von Klauser, das unter anderem Geschäfte mit dem Namen Romano und VossStudio betreibt, sind Peter Prange und Hermann-Josef Richter, der über das normale Renteneintrittsalter von 65 Jahren hinaus bei Klauser arbeitet.

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