Der Autozulieferer geht eine Kooperation mit US-Pionier WiTricity ein, um die Technik auf den Markt zu bringen.

Wuppertal. Autozulieferer Delphi und WiTricity Corp. (USA) haben ein Abkommen über die Entwicklung kabelloser Ladesysteme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge geschlossen. Damit erhöht sich das Bemühen darum, eine Infrastruktur für das sichere und komfortable Aufladen der Batterien von E-Autos aufzubauen – und zwar weltweit. In der Verantwortung des Wuppertaler Delphi-Standorts liegt dabei die Entwicklung für Europa. Aufgabe ist es, diese Technologie sicher und effizient in das Kfz-Bordnetz zu integrieren und an den europäischen Markt anzupassen.

Delphi zeigt sich davon überzeugt, dass es sich um einen technologischen Meilenstein handelt. Und die Kooperation mit WiTricity stellt dem Unternehmen zufolge bei der kabellosen Energieübertragungstechnik einen Meilenstein dar. WiTricity gilt demnach als Pionier bei der berührungslosen Übertragungstechnik und setzt auf ein am Massachusetts Institute of Technology entwickeltes Vorgehen. Nach WiTricity-Angaben wird die Kooperation mit Delphi dabei helfen, die Technik „möglichst schnell in die Serienfahrzeuge zu bringen.“

Eine Technik, die ohne Berührung auskommt

Besonderheit des Systems ohne Kabel und Steckverbindungen: Der Fahrer stellt das Fahrzeug einfach über der Energiequelle ab. Die befindet sich beispielsweise daheim im Boden der Garage oder unter einem reservierten Parkplatz. Das Aufladen erfolgt dann vollautomatisch.

Die Technik nutzt Magnetfelder und erlaubt nach Angaben von WiTricity eine Übertragungsleistung in Höhe von 3,3 Kilowatt, was in etwa der Aufladegeschwindigkeit eines herkömmlichen 220-Volt-Netzanschlusses entsprechen soll. Künftig, so die Prognose von Delphi, werden die kabellose (beziehungsweise induktive) und die kabelgebundene Übertragung von elektrischer Energie in Fahrzeuge gleichberechtigt nebeneinander eingesetzt. Schon deshalb, weil Autos mit einer kabellosen Technik auch an konventionellen Stationen aufgeladen werden sollen.

 

In Wuppertal befindet sich das Delphi-Hauptentwicklungszentrum, in dem auch die E-Mobilitätsaktivitäten des Unternehmens für ganz Europa koordiniert werden.

Delphi ist unter anderem an einem Forschungsprojekt (Bo-Mobil) beteiligt, bei dem auch die Ruhr Universität Bochum mitarbeitet.

www.witricity.com

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