Die Stadt feilt an einer neuen Strategie – und am Marketing.

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Ressourcenschonende Häuser entstanden am Arno-Wüstenhofer-Weg.

Ressourcenschonende Häuser entstanden am Arno-Wüstenhofer-Weg.

Andreas Fischer

Ressourcenschonende Häuser entstanden am Arno-Wüstenhofer-Weg.

Wuppertal. Wo auch immer eine Wohnbebauung geplant ist, Diskussionsbedarf gibt es dann fast immer. Dabei gibt es in Wuppertal abgesehen von der Tatsache, dass die Bevölkerung schrumpft, noch einige andere Besonderheiten: Stadtentwickler Michael Walde berichtet zum Beispiel, dass in Wuppertal auch die Zahl der Haushalte zurückgeht. Das ist selbst bei sinkender Bevölkerungszahl in anderen Städten eher ungewöhnlich. Unterdurchschnittlich fällt zudem mit rund 19 Prozent die Einfamilienhausquote in Wuppertal aus. Walde zufolge liegt die NRW-Quote bei etwa 24 Prozent.

Neubauflächen gibt es nicht beliebig

Und was fängt die Stadt mit solchen Erkenntnissen an? Walde und Projektleiter Thomas Seck zufolge werden jedes Jahr rund 200 neue Wohneinheiten realisiert. Mehr ließe auch die Bezirksregierung bei einem Platzbedarf von rund 40 Quadratmetern je Bewohner nicht zu. Walde: "Man kann mit der Landesplanung nicht beliebig über neue Flächen sprechen."

Arbeit an einem Handlungsprogramm Wohnen

So wird derzeit über solche Projekte wie Stadtumbau West oder soziale Stadt hinaus ein Handlungsprogramm Wohnen entwickelt, das noch im Laufe des Jahres vorgestellt wird. Und da gehe es in der Strategie keineswegs nur um Neubauflächen. Die Bereitschaft solche auszuweisen, sei vor einigen Jahren vielleicht höher gewesen.

Bis zur neuen Strategie gibt es Antworten auf die wohnungspolitischen Herausforderungen vor allem in drei Handlungsfeldern: Erstens eine Bestandsentwicklung, bei der allerdings die Qualität der Häuser nicht immer stimmt. Zweitens ein Flächenausbau - und drittens ein verstärktes Marketing.

Überprüft wird auch, auf welchen Flächen überhaupt Baurecht besteht, das aber seit Jahren nicht genutzt werde. Und klar sei auch, dass die großen Herausforderungen nur zusammen mit den Akteuren aus der Wohnungswirtschaft gelöst werden können. Allerdings scheitere auch jetzt noch manches Vorhaben speziell zur Entwicklung von Brachen an zu hohen Preisvorstellungen der Eigentümer.

An der Heinrich-Böll-Straße entstehen zwischen 55 und 75 Einfamilienhäuser in energetisch optimierter Bauweise für junge Familien.

Wegen der Nähe Düsseldorfs als Arbeitsmarkt sind am Filchner Weg 80 bis 100 Einfamilienhäuser vorgesehen.

Ein Riesenprojekt mit jeweils rund 130 Einfamilien- und Mehrfamilienhäsern ist auf zehn Hektar der Rangierbahnhof Wichlinghausen.

Katernberg: Rund 25 Einfamilienhäuser (die meisten sind bereits fertig) stehen im Solarpark. Besonderheit: Erdwärme, viel Solarenergie, große Fensterflächen.

Elberfeld: Westlich der Uni und östlich der Cronenberger Straße ist Platz für 40 Häuser, am Neuenbaumer Weg für 35.

Der Spelleken-Park mit 80 Häusern und vielleicht einigen Läden, das Elba-Gelände mit Loft-Wohnungen, Georg-Arends Weg in Ronsdorf mit 30 Häusern, ehemalige Schule Kohlstraße mit 15 Häusern.

GOH-Gelände: Auf dem Areal der ehemaligen Kaserne sollen auf etwa 4,5 Hektar etwa 120 Einfamilienhäuser entstehen.

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