An der Kasinostraße können Unternehmen forschen lassen. Die Uni erledigt auch die Arbeit mit den Förderanträgen.

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Dirk Sachsenröder (zweiter von rechts) erläutert die Vorgänge im Innovationslabor.

Dirk Sachsenröder (zweiter von rechts) erläutert die Vorgänge im Innovationslabor.

Andreas Fischer

Dirk Sachsenröder (zweiter von rechts) erläutert die Vorgänge im Innovationslabor.

Elberfeld. Es ist ein weiteres sichtbares Zeichen dafür, wie Wirtschaft und Bergische Universität ihre Zusammenarbeit intensivieren: Mit der offiziellen Eröffnung des Innovationslabors Bergisches Land in eigenen Räumen im textiltechnischen Institut an der Kasino-straße sind jedenfalls die Grundlagen für ein echtes Netzwerk geschaffen, in dem nach und nach immer mehr Leistungen der Universität dem Mittelstand bei der Bewältigung seiner Probleme helfen können.

Dirk Sachsenröder als Initiator

Initiator ist Dirk Sachsenröder: Er suchte für die Firma Sachsenröder einen Ort für Laborarbeit außerhalb der eigenen Fertigung. Es ging um neue Verfahren, neue Materialien und die universitäre Kompetenz beim Einwerben von Fördergeldern. Mit Uni-Sicherheitstechniker Professor Joachim M. Marzinkowski fand er den richtigen Mitstreiter. Im Innovationslabor tüfteln nun Studenten an diesen Lösungen, aktuell beispielsweise an einem Verfahren zur Textil-Laminierung und der Ressourcenschonung. Die rund 160 000 Euro teure Maschine für die Sachsenröder-Forschung konnte dabei zu etwa 50 Prozent aus Fördergeldern finanziert werden.

Eventuell neu entstehende Produkte marktfähig zu machen, ins Marketing zu bringen und mit entsprechendem Industrie-Design zu versehen, das sind weitere Aufgaben, die Sachsenröder zufolge später von den Experten der Universität erledigt werden könnten. Einen Vertrag zur gemeinsamen Verwertung von Patenten und zur Vermarktung gibt es sogar schon. Ein Effekt des Innovationslabors: Es wird zum Experimentierraum für die mittelständische bergische Wirtschaft, die sich mit eigenen Forschungsabteilungen schwer tut, und bietet gleichzeitig den Studenten die Chance auf Praxiserfahrungen und Kontakte zur bergischen Wirtschaft. Denn auch das ist klar: Die Akademiker sollen künftig besser als bisher auch nach Ende des Studiums im Bergischen gehalten werden.

Ziel ist es, etwa acht bergischen Unternehmen im Innovationslabor Raum zu bieten. Bislang ist das etwa zur Hälfte erfüllt. Was noch fehlt , ist Marzinkowski zufolge ein Netzwerkmanager, der die bergischen Unternehmen und die Universität stärker zusammen bringt. Ansprechpartner sind derzeit Bergische Entwicklungsagentur, Wirtschaftsförderung und die Transferstelle der Uni.

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