Die Hotels haben sich auf die Veränderungen durch Steuersenkung eingestellt. Eine Rückkehr würde zu Verwirrung führen.

Die Steuersenkung für Übernachtungen steht in der Kritik.
Die Steuersenkung für Übernachtungen steht in der Kritik.

Die Steuersenkung für Übernachtungen steht in der Kritik.

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Die Steuersenkung für Übernachtungen steht in der Kritik.

Wuppertal. "Sollte die Steuersenkung nun doch wieder gekippt werden, vergrößert dies das Chaos nur noch mehr", sagt Sabine Sattler. Der Hoteldirektorin wäre es sowieso am liebsten, es wäre alles beim Alten geblieben. Denn unterm Strich bleibe nicht mehr Geld in der Kasse, sondern weniger.

"Das Frühstücksgeschäft ist fast komplett zusammengebrochen", sagt die Chefin des Waldhotels Eskeshof in Elberfeld. Denn während früher Übernachtung und Frühstück gemeinsam abgerechnet werden konnten, müssen die Hoteliers nun zwei verschiedene Steuersätze ausweisen. Das mache sich besonders bei den Geschäftsreisenden bemerkbar, deren Spesensatz nun ein Hotelfrühstück nicht mehr erlaube.

Vier Wochen nach der Umstellung haben sich die Hoteliers in Wuppertal auf die Veränderungen eingestellt. Die Buchungssysteme sind umgestellt, Verträge mit Firmen neu ausgehandelt und spezielle Angebote für Geschäftsreisende kompensieren die Fallstricke der neuen Regelung. Eine Rückkehr zum alten Steuersatz wäre daher kontraproduktiv, meint Hans-Joachim Oettmeier, Direktor des InterCityHotels am Döppersberg.

Trotz aller Schwierigkeiten hält er die Senkung der Mehrwertsteuer für Übernachtungen für notwendig. "Wir haben nun endlich den Spielraum für dringende Investitionen." Ähnlich sieht das auch Anton Prebisalic vom ArcadeHotel in Elberfeld-Mitte: "Durch die steuerliche Entlastung können wir unsere Leistungen verbessern. Das ist auch wichtig, um international konkurrenzfähig zu bleiben."

Ein Kehrtwende, wie sie nun die NRW-Landesregierung fordert, hält daher auch Robin Müller, Direktor des Hotel Novotel in Varresbeck, für falsch. "Die Steursenkung jetzt rückgängig zu machen, macht es nur noch komplizierter. Am einfachsten wäre es, auch das Früchstück mit sieben Prozent zu besteuern."

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