Auch in der dritten Generation ist das international erfolgreiche Unternehmen noch eng mit Wuppertal verbunden.

Im Modell S des Elektroautos Tesla führen Kabel von Coroplast die Hochspannung bei voller Fahrt sicher vom Speicher an den Motor.
Im Modell S des Elektroautos Tesla führen Kabel von Coroplast die Hochspannung bei voller Fahrt sicher vom Speicher an den Motor.

Im Modell S des Elektroautos Tesla führen Kabel von Coroplast die Hochspannung bei voller Fahrt sicher vom Speicher an den Motor.

Coroplast-Geschäftsführer Marcus Söhngen.

Coroplast, Bild 1 von 2

Im Modell S des Elektroautos Tesla führen Kabel von Coroplast die Hochspannung bei voller Fahrt sicher vom Speicher an den Motor.

Wuppertal. Eine einfache Rolle schwarzes Textilklebeband. Unscheinbarer kann ausgereifte Hochtechnologie wohl kaum daher kommen. Dass in dem Trägermaterial und der Klebstoffbeschichtung die Ideen und Gedanken von Generationen von Ingenieuren stecken, sieht man dem Kabelwickelband nicht an.

Doch die Bänder zum Isolieren und Bündeln von Kabeln im Auto erfüllen seit Jahrzehnten die strengen und vielschichtigen Anforderungen der Industrie. In nahezu allen Fahrzeugen europäischer und amerikanischer Hersteller sorgen die Produkte von Coroplast für Sicherheit und Zuverlässigkeit der Bordnetze.

Eine ganz besondere Herausforderung waren Elektro- und Hybridantriebe. Denn es ist etwas ganz anderes, Hochspannung von 900 Volt bei voller Fahrt sicher vom Speicher an den Motor zu führen, als ein 12-Volt-Bordnetz zu isolieren. Der größte Hersteller reiner Elektroautos, Tesla aus Kalifornien, setzt in seinem Model S nur noch Coroplast-Hochvolt-Leitungen ein.

Bei Coroplast geht es aber um mehr als Isolierband und Autokabel. Aufbauend auf diesen Kernkompetenzen suchen sich die Wuppertaler immer wieder neue Nischen: „Wir suchen uns eine spezielle Anwendung und entwickeln dafür das bestmögliche Produkt. Dies müssen wir dann ständig weiterentwickeln, um erfolgreich zu bleiben. Das machen wir mit großer Leidenschaft“, beschreibt Geschäftsführer Marcus Söhngen die Philosophie der Firma.

Wuppertaler

Weltmarktführer

 

Dass dies schon oft gelungen ist, zeigt die Produktpalette. Sie ist voller Spezialprodukte für Autos, Dach- und Innenausbau, Sanitär und Heizung, die Elektroindustrie und für Medizin- oder Automatisierungstechnik. Der Kunde bekommt ein auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Produkt.

Coroplast orientiert sich nicht nur bei seinen Produkten an höchst möglicher Qualität: „Größe an sich ist für uns kein Wert. Wir schauen nicht so auf die Zahlen, sondern versuchen erstmal, ein richtig gutes Produkt zu schaffen. Um so zu arbeiten, brauchen wir auch richtig gute Mitarbeiter und ein richtig gutes Team“, so der Geschäftsführer. Die Bedingungen dafür sind gut. Coroplast hat mehrere Preise als Top-Arbeitgeber gewonnen und auch den Wuppertaler Wirtschaftspreis 2014.

Das inhabergeführte Familienunternehmen ist der Stadt auch in der dritten Generation eng verbunden. Die Frage, warum das so ist, überrascht Söhngen ein wenig. Er schmunzelt: „Liebe lässt sich nicht immer erklären. Coroplast ist hier auf- und angewachsen. Das ist einfach so!“

Die Investitionen sprechen die gleiche Sprache. Der Mittelständler ist zwar von Mexiko bis China global gut aufgestellt, investierte aber in den letzten Jahren auch über 35 Millionen Euro in den Standort Wuppertal und engagiert sich hier: vom Von der Heydt-Museum bis zur Freiwilligen Feuerwehr Nächstebreck. Er unterstützt Schulen, die Junior Uni und bietet Kurse und Praktika an, um die Bildungschancen junger Menschen zu verbessern. Denn die Menschen seien das Kapital der Region. Sie hätten eine hohe Beharrlichkeit und einen besonderen Pioniergeist. „Das schätzen wir. Diese Mentalität passt einfach zu uns!“, findet Marcus Söhngen.

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