Der Umsatz legt zweistellig auf 4,58 Milliarden Euro zu. Die Ziele bleiben hoch gesteckt.

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EDE blieb im vergangenen Jahr gut auf Kurs und hält nun nach eigenen Angaben auch eine Durststrecke aus.

EDE blieb im vergangenen Jahr gut auf Kurs und hält nun nach eigenen Angaben auch eine Durststrecke aus.

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EDE blieb im vergangenen Jahr gut auf Kurs und hält nun nach eigenen Angaben auch eine Durststrecke aus.

Langerfeld. EDE setzt sich zum fünften Mal in Folge vom Branchentrend ab, wächst erneut zweistellig und legt ein Rekordjahr hin. Und das gilt sowohl für den Umsatz als auch für den Überschuss. "Die besten Werte aller Zeiten" ergänzt Hans-Jürgen Adorf, Vorsitzender der Geschäftsführung, mit dem Hinweis, dass auch die Eigenkapitalbasis zum Abschluss des Jahres 2008 um satte 28,6 Millionen Euro auf nun gut 214 Millionen Euro aufgestockt wurde.

"Wir sind anders als die anderen."

Hans-Jürgen Adorf

100 Millionen Euro hat das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler zudem insgesamt an liquiden Mitteln. Und Adorf lässt keinen Zweifel daran, dass gerade in Krisenzeiten die Liquidität vor Umsatz und Rendite rangiert. Ein Problem bleibt EDE allerdings trotz gut 30 Neueinstellungen auch im vergangenen Jahr erhalten: Neue Mitarbeiter mit interkultureller Kompetenz finden sich nicht gerade einfach. "Wir haben kein Problem damit, die Kandidaten für EDE zu begeistern. Aber sie für Wuppertal zu begeistern, ist eine starke Herausforderung", erklärt Adorf. So bleiben etliche Planstellen weiterhin unbesetzt.

Die jüngsten Erkenntnisse zeigen jedoch, dass derzeit auch bei EDE die Geschäfte speziell mit der Industrie nicht riesig laufen. "Kein Beinbruch", sagt Adorf. "Wir sind krisensicher aufgestellt und können auch eine längere Durststrecke verkraften." Am ehrgeizigen Ziel, den Umsatz bis zum Jahr 2012 auf 6 Milliarden Euro hochzuschrauben, hält EDE daher fest, wenn im laufenden Jahr auch nur mit einem bescheidenen Wachstum. Adorf räumt allerdings ein, dass es nie zuvor so schwierig war, überhaupt Planzahlen vorzulegen. Und das liegt nicht nur an extremen Preisschwankungen im Stahlsegment.

Die Hoffnungen im laufenden Jahr ruhen vor allem auf der Fertigstellung des Logistik-Centers an der Dieselstraße, auf einer neuen Kooperation im Bereich Haustechnik (Volumen von 100 Millionen Euro), auf einer neuen Handelsmarke und dem Ausbau des Europageschäfts. Adorf drückt es so aus: "Es ist noch ein großer Markt da, der verteilt werden muss." Und dieses Verteilen finde insbesondere in Krisenzeiten statt.

EDE angeschlossen sind derzeit rund 1000 Großhändler sowie mehr als 400 Einzelhändler. Die Rückvergütungen an diese Mitglieder erhöhen sich in deren Bilanzen um 6,5 Prozent auf 117 Millionen Euro.

Der Umsatz steigt um 11,9 Prozent auf 4,58 Milliarden Euro.

Der Überschuss erhöht sich auf 31,2 Millionen Euro.

Insgesamt arbeiten 765 Menschen bei EDE.

Der Geschäftsbereich Europa knackt erstmals die 500-Millionen-Grenze und steigt auf 516 Millionen Euro. investitionen Das neue Logistik-Center wird nach der Investition von 35 Millionen Euro im Mai in Betrieb genommen.

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