In der Stadthalle trafen sich auf Einladung der Deutschen Bank gestern wieder zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

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Kai Giesel, Klaus-Dieter Gruber, Martin Wolf, Hermann-Josef Lamberti, Ralf Ehser und Oberbürgermeister Peter Jung (von links) während des Neujahrsempfangs der Deutschen Bank in der Wuppertaler Stadthalle. Etwa 450 Gäste waren gestern Abend der Einladung der Bank gefolgt.

Kai Giesel, Klaus-Dieter Gruber, Martin Wolf, Hermann-Josef Lamberti, Ralf Ehser und Oberbürgermeister Peter Jung (von links) während des Neujahrsempfangs der Deutschen Bank in der Wuppertaler Stadthalle. Etwa 450 Gäste waren gestern Abend der Einladung der Bank gefolgt.

Andreas Fischer

Kai Giesel, Klaus-Dieter Gruber, Martin Wolf, Hermann-Josef Lamberti, Ralf Ehser und Oberbürgermeister Peter Jung (von links) während des Neujahrsempfangs der Deutschen Bank in der Wuppertaler Stadthalle. Etwa 450 Gäste waren gestern Abend der Einladung der Bank gefolgt.

Wuppertal. Der mittlerweile achte Neujahrsempfang der Deutschen Bank in der Wuppertaler Stadthalle avancierte gestern Abend auch zu einer Bestandsaufnahme der bergischen und deutschen Wirtschaft. Vor den etwa 450 Gästen aus Wirtschaft und Politik ließ Hermann-Josef Lamberti, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, das vergangene Jahr Revue passieren und gab zugleich die Losung für 2010 aus; er erwarte ein nüchternes aber gutes Jahr.

Der Vorstand nutzte eine deutliche Sprache, als er etwa die Finanzkrise für beendet erklärte und sagte: "Ich finde es naiv zu glauben, dass die Banken die alleinigen Verursacher für die Finanzkrise waren." Lamberti räumte jedoch ein, dass die Banken Fehler gemacht hätten, für die sie nun aber auch bezahlen würden. Der Bundeskanzlerin schrieb er ins Stammbuch, sie müsse nun zeigen, dass sie Deutschland eine Zukunftsperspektive geben könne.

Um Zukunftsperspektiven ging es auch Oberbürgermeister Peter Jung, der seinen Appell an Bund und Land wiederholte, den Kommunen finanziell zu helfen. Jung prophezeite, dass es bald sechs Millionen Menschen in NRW geben werde, die in Städten leben würden, die nicht mehr wüssten, wie es weitergehen solle. Zudem appellierte Jung an die Deutsche Bank, dabei mitzuhelfen, dass die Menschen in Lohn und Brot blieben.

Der Oberbürgermeister erinnerte daran, dass die Arbeitslosigkeit im Bergischen hoch sei und der sich ansammelnde soziale Sprengstoff nicht zur Explosion gebracht werden dürfe. Sowohl Jung als auch Martin Wolf, Mitglied der Wuppertaler Geschäftsführung der Deutschen Bank, gingen in ihren Reden auf die Besonderheiten der bergischen Wirtschaft und ihrer hohen Produktionsquote ein. Ohne Pessismismus verbreiten zu wollen, wurde bei beiden deutlich, dass sie die bergische Wirtschaft auch 2010 vor großen Herausforderungen sehen. "Unsere Anleger sind vorsichtig geworden", sagte Wolf, der einen kurzen Überblick über die geschäftliche Entwicklung der Deutschen Bank in Wuppertal gab. Das Privatkundengeschäft habe ein herausforderndes Jahr hinter sich gebracht, im Firmenkundengeschäft habe man die Wirtschaftskrise gespürt. Konkrete Zahlen werden im Frühjahr veröffentlicht.

Die Zahl der Kunden der Deutschen Bank in Wuppertal ist 2008 um 3,1 Prozent auf 100 800 gestiegen. Das Kreditvolumen blieb mit 1,2 Milliarden Euro stabil, das Einlagevolumen ist um 13,1 Prozent auf 641 Millionen Euro gestiegen. Etwa 140 Mitarbeiter hat die Bank in Wuppertal, zirka 730 in der Region.

Die Deutsche Bank Wuppertal ist für das Bergische Land sowie das Sieger- und Sauerland zuständig. In der gesamten Region hat die Deutsche Bank etwa 420.000 Kunden.

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