Engineering Park: Mit dem ersten Spatenstich für das W-tec nimmt die Vermarktung im neuen Gewerbepark deutlich Fahrt auf.

wza_1500x988_614147.jpeg
Geschäftsführer Martin Hebler vor dem W-tec-Erweiterungsbau.

Geschäftsführer Martin Hebler vor dem W-tec-Erweiterungsbau.

Andreas Fischer

Geschäftsführer Martin Hebler vor dem W-tec-Erweiterungsbau.

Wuppertal. Der Boden musste im Vorfeld ein wenig vorbereitet werden. Dauerfrost taugt halt nicht für einen ersten Spatenstich. Für das vierte W-tec-Haus (ein ehemaliges Kasernengebäude) an der Heinz-Fangmann-Straße gilt das offenbar ebenso wie für den Engineering Park und das Projekt Wohnen am Scharpenacken.

Für Oberbürgermeister Peter Jung stellt dieser erste Spatenstich jedenfalls ein "Symbol der Erfolgsgeschichte des Technologiezentrums" dar. Und tatsächlich: Wenn das neue Gebäude im August des laufenden Jahres fertiggestellt ist, und zusätzliche etwa 2800 Quadratmeter zur Verfügung stehen, dann sich hat sich die vermietbare Bürofläche des W-tec im Vergleich zu den Ursprungsjahren um mehr als 50Prozent auf rund 8000 Quadratmeter erhöht, wie W-tec-Geschäftsführer Martin Hebler berichtet.

680 Menschen arbeiten im W-tec

Ein Verlauf, bei dem immer mehr Menschen im W-tec arbeiten. 2003, als das W-tec in den Technologiepark Lichtscheid zog, waren es noch 107 Menschen. Im vergangenen Jahr hatte sich diese Zahl auf knapp 680 bereits mehr als versechsfacht. Mit 112 Unternehmen, die im W-tec derzeit Geschäfts- und Gewerberäume mieten, gibt es innerhalb der Einrichtung mehr Firmen als im Jahr 2003 beschäftigte Menschen.

Tausende Quadratmeter sind verkauft

Und damit bewegt sich das W-tec jetzt auch räumlich in einem Umfeld, in dem das Wachstum Form annimmt. In unmittelbarer Nähe nimmt das Projekt Wohnen am Scharpenacken Fahrt auf. Rund 120 Häuser werden dort von Projektentwickler Kondor Wessels vermarktet. Rund 50 Häuser sind bereits verkauft, etwa jeweils die Hälfte davon an Privateigentümer beziehungsweise institutionelle Anleger.

Und wie bei Kondor Wessels zu hören ist, läuft die Vermarktung des Engineering Parks insgesamt besser, als das im Krisenjahr erwartet wurde. Von den rund 220.000 Quadratmetern Fläche für Gewerbe und Industrie ist etwa ein Viertel verkauft. Zusätzlich gibt es laut Kondor Wessels für 46.000 Quadratmeter aktuell ernsthaft interessierte Anmeldungen. Zwischen 20.000 und 50.000 Quadratmeter will der Projektentwickler daher noch im laufenden Jahr an den Mann bringen.

Das im Jahr 1992 gegründete W-tec wurde lange Zeit von Stadt und Land bezuschusst. Seit dem Jahr 2005 ist das aber vorbei. Das Technologiezentrum schreibt schwarze Zahlen.

Eine Analyse der Kündigungen zwischen den Jahren 2005 und 2009 zeigt, dass 44 Firmen den Standort verlassen haben. Davon ging nur eine in die Insolvenz. 29 bezogen andere Räume. Die restlichen Kündigungen gehen auf das Konto größerer Muttergesellschaften oder die Projekte waren von vornherein zeitlich befristet.

Das Technologiezentrum hat insgesamt 30 Gesellschafter. Neuzugänge im vergangenen Jahr sind folgende Firmen: Ceteq GmbH & Co. KG, Arthur Mönch GmbH & Co. KG. em.de Unternehmensentwicklung, Ferdinand von Hagen Söhne & Koch GmbH & Co. KG, Trost, Rudoba & Partner, Bergische Universität sowie Markus von Blomberg. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Kai Eckstein.

Klar ist schon jetzt, dass neben W-Tec in diesem Jahr noch die Härterei Steinbach (10.000 Quadratmeter) und ChemCollect (5000 Quadratmeter) im Park eröffnen. 10.000 Quadratmeter gehen an Dachdecker Einkauf West, weitere 23.000 Quadratmeter an eine andere Firma, die noch nicht genannt werden will. Wegen eines Gesundheitszentrums auf 5000 Quadratmetern kaufen noch die Gespräche.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer