Das Langerfelder Familienunternehmen macht sagenhafte gut fünf Milliarden Euro Umsatz. Herzstück ist das neue Logistikcenter.

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Ausgefeilte Technik macht das Logistikcenter bei EDE aus. Zwölf Gassen sind es im automatischen Kleinteilelager.

Ausgefeilte Technik macht das Logistikcenter bei EDE aus. Zwölf Gassen sind es im automatischen Kleinteilelager.

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Ausgefeilte Technik macht das Logistikcenter bei EDE aus. Zwölf Gassen sind es im automatischen Kleinteilelager.

Wuppertal. Rund 40 Millionen Euro hat das Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler seit dem Jahr 2009 in das neue Logistikcenter investiert. Allein im Herzstück des Unternehmens sind rund 300 Menschen beschäftigt. 70 000 Quadratmeter Platz stehen dort zur Verfügung, rund fünf Kilometer an Fördertechnik sind eingebaut, mehr als 80 000 verschiedene Artikel werden dort bearbeitet.

Prinzip: Die Ware kommt zum Menschen

Im automatischen Kleinteilelager wird nach dem Prinzip verfahren, dass die Ware zum Menschen kommt – und nicht umgekehrt. Das spart Zeit. Zwölf Gassen sind eingerichtet, bei Bedarf ist Platz vorhanden, um künftig neun weitere in Betrieb zu nehmen.

Alles Kapazitäten und Vorgänge, die EDE als größter europäischer Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel, also im Geschäft zwischen Herstellern und Handel, einfach braucht. Schließlich gibt es dort eigentlich alles: Das reicht von der kleinen Schraube über die Zange bis zu Kettensäge, Schubkarre und Fünf-Meter-Leiter.

EDE organisiert aber nicht nur den Einkauf für die gut 1000 angeschlossenen mittelständischen Handelsunternehmen, die ihrerseits überwiegend Abnehmer aus Industrie, Handwerk und Kommunen beliefern. Das EDE hat längst etliche Service-Leistungen mehr im Angebot. Dazu gehören neben der Logistik (aufgrund der die Mitglieder ihre eigenen Lager klein halten können) auch Finanzdienstleistungen sowie Marketing und Katalog-Entwicklung. Mehr als 800 000 Artikel werden permanent in den EDE-Datenbanken gepflegt und stehen den Mitgliedern in unterschiedlichen Formaten zur Verfügung. Das reicht von Warenwirtschaftsdaten bis hin zu Marketingdaten mit Bildern für elektronische Shop-Systeme.

Mehr als 100 Fachkataloge mit 650 000 Artikeln

Allein das Katalog-Wesen hat es in sich: Kataloge – in Papierform oder elektronisch – bilden die zentralen Verkaufsförderungsinstrumente im Produktionsverbindungshandel. EDE entwickelt dabei mit den Mitgliedsunternehmen mehr als 100 Fachkataloge mit insgesamt rund 650 000 Artikeln. Die Fachkataloge sind zudem in den wichtigen Fremdsprachen verfügbar, um europäische Auslandsmärkte bearbeiten zu können.

Name: Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH; Standort: EDE-Platz 1, Wuppertal; Umsatz: 5,3 Milliarden Euro; Mitarbeiter: 850; Gegründet: 1931;
Marktführer: Produktionsverbindungshandel.

Über Kataloge und Prospekte finden Vertragslieferanten im EDE Zugang in die Sortimente der Handelsunternehmen, um ihre Produkte attraktiv gegenüber Endkunden präsentieren zu können. Insgesamt kann EDE aktuell auf etwa 50 000 Katalogseiten verweisen. Die Gesamtauflage aller Kataloge liegt bei 2,4 Millionen Exemplaren. Eine vergleichbare Vermarktungsplattform gibt es im Produktionsverbindungshandel nicht noch einmal.

Die Arbeit wird nach Warengruppen unterteilt

Das zunehmend international agierende EDE unterteilt die Arbeit unter anderem nach Warengruppen. Das sind Walzmaterial (Stahl), Bau- und Möbelbeschläge, Bauelemente, Arbeitsschutz, Werkzeuge (Maschinen), Haustechnik und Gartentechnik. Die neue Einzelhandelsgesellschaft EURO-DIY startet im Januar 2013. Alles Überlegungen, die 1931 bei der Gründung noch keine Rolle spielten. Die erfolgte nämlich aus der Weltwirtschaftskrise heraus, nachdem Gründer Ferdinand Trautwein seinen Job verloren hatte. Heute sind die Gesellschafter des EDE zu 75,5 Prozent die Familie Trautwein, zu 20 Prozent die EDE GmbH und zu 4,5 Prozent die gemeinnützige EDE-Stiftung.

Verdienste im sozialen Engagement

Im sozialen Engagement (fast komplett in Wuppertal und der Region) hat sich EDE in den vergangenen Jahren extrem verdient gemacht. Davon profitieren insbesondere die Station Natur und Umwelt, das neue Kinderhospiz und auch die Junior-Uni.

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