Fahnen Herold entwickelt einen Bierkastenschoner aus Langerfelder Produktion.

Wuppertal. Heerscharen von damals überwiegend jungen Männern kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus, als in den frühen 80er Jahren die ersten Werner-Bände erschienen. "Auf´s Ohr hauen", "die Kurve kratzen", "Bescheid sagen" - die Fans nahmen es wörtlich, stellten das Kurve kratzen nächtens nach, feuerten inbrünstig mit lauten "Hei Zung, Hei Zung"-Rufen die Heizung an und riefen "zurück", wenn sie aufgefordert wurden, zurückzurufen.

Nun ist der beinharte Werner aus der Feder von Brösel ja eigentlich ein ausgewiesener Norddeutscher. Nachdem mit Lurchi wegen der Übernahme des Deutschland-Geschäfts durch Klauser bereits eine Galions-Figur der Jugendzeit an die Wupper zieht, wird jetzt aber auch Werner ein Wuppertaler - zumindest ein bisschen. Denn ab sofort fertigt Fahnen Herold aus Langerfeld eine Werner-Fahnen-Kollektion. Da stammt zwar nahezu alles vom Tuch bis zur Näherei aus Wuppertal und dem Bergischen, an der sehr speziellen Werner-Aura ändert das aber nichts.

Den Auftakt zum Werner-Auftrag bietet dabei eine Weltneuheit, von der auch Fahnen-Herold-Verkaufsleiter Tobias Finke klar ist, dass die Welt nicht gerade darauf gewartet hat. So ist es denn wohl auch kein Zufall, dass der Werner-Bierkastenschoner ausgerechnet zu Karneval in den Alltag der Welt katapultiert wird, um es den Fans zu erleichtern es sich mit ihrer Bierkiste zu Hause "so richtig gemütlich zu machen", so Finke. Außerdem im Angebot sind Tischbanner, Außenfahnen und so genannte Beachflaggs, also Strandfahnen. Auf denen kommt Werner sogar bis zur sagenhaften Größe von 5,80 Meter daher.

Den ernsten Hintergrund liefert Fahnen-Herold-Geschäftsführer Kai Frauenhoff: Nach den Erfahrungen mit der WM 2006 hofft die Firma mit der Werner-Figur auf ein weiterhin anziehendes Privatkundengeschäft. Bislang ist das Unternehmen vor allem bei europäischen Markenherstellern und vielen Fußballvereinen ein Begriff.

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