Die Bergische Wirtschaft blickt trotz schwieriger Zeiten optimistisch nach vorne und fordert Klarheit bei städtischen Sparkonzepten.

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Brauchtum und Wirtschaft treffen sich beim „Bergischen Bleicherbrot“.

Brauchtum und Wirtschaft treffen sich beim „Bergischen Bleicherbrot“.

Andreas Fischer

Brauchtum und Wirtschaft treffen sich beim „Bergischen Bleicherbrot“.

Wuppertal. Die Bergische Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen und scheut sich nicht, diese anzunehmen. "Wir möchten Wuppertal als Traditions- und Innovationsstandort zeigen und vielleicht ein wenig Aufbruchstimmung vermitteln." Hans Christian Leonhards, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Wuppertal, Solingen und Remscheid nutzte den Empfang der Wuppertaler Wirtschaft im Plenarsaal der IHK am Freitag, um in Zeiten, in denen düstere Meldungen die Menschen verunsichern, etwas Zuversicht zu demonstrieren.

Das "Bergische Bleicherbrot" wird von der IHK in Erinnerung an den Tag der Verleihung des Garnnahrungs-Privilegs gefeiert, so verwunderte es nicht, dass so ziemlich alles, was Rang und Namen hat, in das IHK-Gebäude am Heinrich-Kamp-Platz gekommen war. Wie in jedem Jahr war die Versammlung natürlich auch willkommener Anlass, um sich untereinander auszutauschen; Wirtschaft und Vernetzung gehören zusammen, wie Kottenbutter und Bällerkes auf die Speisekarte. Und natürlich durften auch die Langerfelder Garnbleicher in ihren historischen Kostümen nicht fehlen. Sie unterstrichen optisch den geschichtlichen Hintergrund der Veranstaltung, die Leitung der Gruppe hat Paul Bockmühl.

Die Pflicht zur Ausbildung junger Menschen

In späteren Jahren werden Wuppertaler wahrscheinlich auch von dieser Veranstaltung als historisch sprechen, eine Veranstaltung in Zeiten, in denen das Erfolgsmodell Deutschland auf dem Prüfstand steht. Vizepräsident Leonhards nahm denn auch die Wirtschaft in die Pflicht, sich der Herausforderung der Berufsausbildung junger Menschen zu stellen. An die Adresse der Wuppertaler Politik richtete er die Forderung - sie wurde bereits von einer IHK-Vollversammlung als Resolution mit dem Titel "Mut zu unbequemen Entscheidungen" verabschiedet - noch vor der Kommunalwahl den Menschen die Wahrheit zu sagen, wo gespart werden muss. "Wir fordern die Stadt eindringlich auf, die 40 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II möglichst effizient einzusetzen und keine dauerhaften Folgekosten zu generieren", schrieb er dem anwesenden Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) ins Stammbuch.

Leonhards - IHK-Präsident Friedhelm Sträter war verhindert - machte zudem darauf aufmerksam, dass die Ikea-Ansiedlung unbedingt zu befürworten sei, und Wuppertal mit dem Umbau des Döppersbergs eine neue Visitenkarte erhalte.

Uwe Bingel, Geschäftsführer der Riedel-Unternehmensgruppe stellte den etwa 250 Gästen das Konzept der Wuppertaler Kommunikations-Profis vor. Riedel, und das erfreute auch Leonhards, besteht in der Krise.

Die Gäste: Andreas Feicht (Stadtwerke), Rolf Volmerig (Wirtschaftsförderung), Christiane ten Eicken (Berg. Entwicklungsagentur), Peter Vaupel (Sparkasse), Michael Wenge (IHK-Hauptgeschäftsführer), Arnd Krüger (Kreishandwerksmeister), Matthias Haschke (Marketinggesellschaft), Norbert Brenken (Sparkasse), Lorenz Bahr (Grüne), Christoph Nieder (Wuppertal Aktiv), Jörg Heynckes (VillaMedia), Thomas Aurich (Delphi), Falk Niederlehner (Handwerksksammer), Georg Kroll (Ehrenpräsident IHK), Theo Kader, Johann Wilhelm Arntz, Bernhard Coblenz , Dieter Jung, Till Klaus Söling (Ehrenmitglieder IHK) und Daniel Bartos, Mercedes in Wuppertal.

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