langerfeld Heute hat der VW-Händler mit 12000 Quadratmetern viel Platz. Angefangen hat alles sehr viel kleiner.

Klaus, Sabine und Peter Schramm am neuen Standort.
Klaus, Sabine und Peter Schramm am neuen Standort.

Klaus, Sabine und Peter Schramm am neuen Standort.

Andreas Fischer

Klaus, Sabine und Peter Schramm am neuen Standort.

Als Richard Schramm 1909 an der Allee (heute Friedrich-Engels-Allee) ein Geschäft für Fahrräder und Nähmaschinen gründete, konnte noch niemand wissen, dass der Unternehmenssitz 100 Jahre später an der Schwelmer Straße den größten VW-Händler im Osten der Stadt darstellt. Doch heute ist die Firma mit Peter Schramm als Geschäftsführer außerdem VW-Nutzfahrzeugvermittler und Service-Partner für VW und Audi und VW-Nutzfahrzeuge. In Zeiten der Abwrackprämie, in denen wieder über neue Autos gesprochen wird, wird auch bei Schramm mehr bestellt als geliefert.

So gut liefen die Geschäfte in den Anfangsjahren nicht immer: Nach den Wirren des Ersten Weltkrieges ging es ebenfalls an der Allee zunächst um die Auswertung schrottreifer Textilmaschinen, später kam der Verkauf von Flechtmaschinen hinzu. Ab Mitte der 20er Jahre kam der Handel mit und die Reparatur von Gebrauchtwagen hinzu, schließlich auch das Geschäft mit Puch-Motorrädern.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Motorrad zum zentralen Geschäftsfeld - und zwar mit den legendären Marken Horex und Tornax (Tornax wurde in Langerfeld produziert). Mitte der 1960er Jahre liefen Motorräder nicht mehr so gut, dafür setzte Familie Schramm auf die Marken Goggo/Glass und NSU.

1971 folgte der Umzug nach Langerfeld, direkt neben die VW-Werkstatt von Günter Schulte. Als 1975 Audi-NSU mit VW fusionierte, war das Gelände schon wieder zu klein. Günter Schulte verkaufte sein Areal an das Autohaus Schramm - und Schramm wuchs mit dem Automobilmarkt weiter. So weit, dass 1998 auch das Tankstellen-Grundstück von Otto Kling gekauft wurde. Eine Entscheidung, die umso wichtiger wurde, weil der Betrieb so den Mindestanforderungen der Hersteller entsprechen konnte.

Dementsprechend geht es heute um 12000 Quadratmeter, auf denen 26 Mitarbeiter wirken, jährlich rund 400 Autos verkaufen und 6000 Werkstattbesuche abwickeln. Als Audi-Händler ist Schramm seit 2005 nicht mehr aktiv. Die Auflagen, einen eigenständigen Betrieb zu führen, wollten Schramms nicht erfüllen. Und erste Pläne für ein Audi-Zentrum im Westen der Stadt waren bereits bekannt.

Peter Schramm führt das Unternehmen zusammen mit seiner Frau und den Eltern Klaus und Renate Schramm bereits in der vierten Generation. Und er macht keinen Hehl aus seiner Hoffnung, dass der Betrieb auch noch in fünfter Generation in Familienhand ist - dann in der Verantwortung seiner Kinder.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer