Es wurden weniger Ausbildungslätze als 2008 gemeldet.

Wuppertal. Während die Arbeitslosigkeit in Wuppertal steigt, bilden die Unternehmen im Tal weiter aus. So lautet die Analyse von Martin Klebe, dem neuen Geschäftsführer der Wuppertaler Arbeitsagentur: "Die allgemeine Wirtschaftskrise beeinflusst den Wuppertaler Ausbildungsmarkt bisher nur gering." Aber: In den vergangenen sechs Monaten wurden 1340 Ausbildungsstellen bei der Agentur gemeldet, das sind 126 weniger als 2008 und entspricht einem Rückgang von etwa neun Prozent.

Fachkräftemangel wird schon bald steigen

Derzeit suchen noch 1470 Jugendliche in Wuppertal eine Lehrstelle. Es sind jedoch nur noch 864 Ausbildungsstellen unbesetzt. Klaus Appelt von der Bergischen IHK meldet, dass die Mitgliedsunternehmen etwa 2,5 Prozent weniger Lehrstellen als noch 2008 anbieten. Appelt beklagte jedoch auch die mangelnde Ausbidungsreife vieler Jugendlicher. Kombiniert mit den zu erwartenden rückläufigen Schülerzahlen wird dies schon in wenigen Jahren dazu führen, dass der Fachkräftemangel in Wuppertal steigt.

Einer solchen Entwicklung wirken Unternehmen, die derzeit ausbilden, entgegen. Coroplast etwa bildet dieses Jahr mehr junge Leute aus und sucht noch vier Auszubildende, wie Personalchef Frank Bollweg gestern bei der Vorstellung der Zahlen im Haus von Coroplast erklärte.

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