Der Metallverarbeitungsbetrieb Mittelsten-Scheidt, Schabio verlässt Langerfeld.

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Vertreter Sprockhövels und des Unternehmens Mittelsten-Scheidt, Schabio auf dem Sprockhöveler Areal, welches das Unternehmen beherbergen wird.

Vertreter Sprockhövels und des Unternehmens Mittelsten-Scheidt, Schabio auf dem Sprockhöveler Areal, welches das Unternehmen beherbergen wird.

Fischer

Vertreter Sprockhövels und des Unternehmens Mittelsten-Scheidt, Schabio auf dem Sprockhöveler Areal, welches das Unternehmen beherbergen wird.

Langerfeld. Bereits im September dieses Jahres könnte es soweit sein – dann will das Wuppertaler Unternehmen Mittelsten-Scheidt, Schabio + Co. GmbH seinen Sitz von der Jesinghauser Straße in Langerfeld nach Sprockhövel verlegen. Sprockhövels Bürgermeister Klaus Walterscheid überreichte am heutigen Dienstag am zukünftigen Standort die Baugenehmigung an Hans Günter Mittelstenscheidt, einem der drei Geschäftsführer des metallverarbeitenden Unternehmens.

„Unser jetziger Standort an der Jesinghauser Straße war einfach zu klein, dort war kein Platz für eine Expansion“, erklärte er die Gründe für den Umzug über die Stadtgrenze. Zwar habe man auch in Wuppertal eine Fläche angeboten bekommen, allerdings sei der Baugrund dort problematisch gewesen. Die Höhe der Gewerbesteuer – in Wuppertal liegt der Hebesatz bei 490 Prozent, in Sprockhövel liegt er bei 450 Prozent – habe keine Rolle gespielt. Mittelstenscheidt: „Das war nicht ausschlaggebend, so groß ist der Unterschied ja nicht. Uns haben vielmehr die Lage und der Kaufpreis überzeugt.“ Über dessen Höhe bewahrten die Beteiligten allerdings Stillschweigen.

3000 Quadratmeter Produktions- und Bürofläche

Das neue Gebäude soll im Gewerbegebiet Stefansbecke III an der Ecke Schwelmer Straße/Stennert, nahe des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord, entstehen. Dort stünden der Firma auch optional weitere Flächen für künftige Erweiterungen zur Verfügung. Bis der Umzug vollzogen ist, stehen allerdings noch umfangreiche Bauarbeiten an. Derzeit ist das Areal eine unebene, matschige Ackerfläche. In wenigen Monaten sollen dort eine Produktionshalle mit einer Größe von von rund 2500 Quadratmetern und zusätzliche Büroflächen mit rund 600 Quadratmetern gebaut und bezogen werden. Etwa 50 Mitarbeiter, darunter sieben Auszubildende, ziehen an den neuen Standort. Die Auszubildenden, die zum Unternehmen gehören, wecken in Walterscheid die Hoffnung, dass sich das Unternehmen auch in Sprockhövel in Sachen Nachwuchsförderung stark macht. „Wir haben hier die Gesamtschule und eine sehr gute Hauptschule. Vielleicht bieten sich da ja auch Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit den Schulen oder für Schülerpraktika“, so Walterscheid. Mittelstenscheidt zeigte sich aufgeschlossen. „Die Förderung des Nachwuchses liegt uns am Herzen“, betonte er.

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