Neue Schneefälle sind gemeldet und Wuppertals Jugendfußballer haben ein spielfreies Wochenende vor sich.

Droht morgen der nächste kilometerlange Stau auf der A46? Es soll wieder schneien.
Droht morgen der nächste kilometerlange Stau auf der A46? Es soll wieder schneien.

Droht morgen der nächste kilometerlange Stau auf der A46? Es soll wieder schneien.

Wolfgang Westerholz

Droht morgen der nächste kilometerlange Stau auf der A46? Es soll wieder schneien.

Wuppertal. Der erneute Wintereinbruch fordert seinen Tribut: So fallen am Wochenende alle Jugendspiele des Fußballkreises Wuppertal und Niederberg aus. Der Verband hält es für zu gefährlich, die Mannschaften am Wochenende auf teilweise hart gefrorenem Boden antreten zu lassen. Stattdessen sollen die Spiele am Karnevalswochenende wiederholt werden. Und zwar an den gleichen Wochentagen und zur gleichen Urzeit wie ursprünglich geplant.

Bis zum Wochenende gibt es kein Streusalz mehr

Gelassener reagiert da schon Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Ost. Das Besondere an diesem strengen Winter? Dahlmann antwortet mit Humor: "Der Bauer friert." Die Tiere hingegen stecken die Kälte gut weg. In den Ställen gebe es frühestens ab einer Temperatur unter minus zehn Grad Probleme. Dann drohen die Tränken, einzufrieren. Die Ackerarbeit ruhe in dieser Jahreszeit sowieso. Ansonsten dreht es sich auch bei Dahlmann, den der Anruf der WZ in Bonn erwischte, häufiger als in der warmen Jahreszeit um Vorstandssitzungen, Seminare und Weiterbildungen.

Ebenso wie den Stalltieren kann übrigens auch den Wasservögeln die Kälte nichts anhaben, sagt der Wuppertaler BUND-Vogelexperte Rainer Mönig: "Ein gesundes Tier friert nicht auf dem Wasser fest", erklärt er und denkt an das Schwanenpaar auf dem Stausee, das am Dienstag für Fehlalarm bei der Feuerwehr sorgte (die WZ berichtete). "Die Vögel fahren im Winter ihren Stoffwechsel runter, sind ganz ruhig. Deshalb: Genau hinsehen, bevor man die Feuerwehr zur Hilfe ruft", fügt er hinzu.

Kritischer sieht es derweil mit den Streusalzvorräten der Stadt aus. Zwar kamen am Dienstag 25 Tonnen Salz an, doch das Salz-Splitt-Gemisch sei bei starker Glätte bis zum Wochenende aufgebraucht, sagt Hans Günter Dieckmann vom ESW. Er warte auf weitere Lieferungen. "Priorität haben die 580 Hauptverkehrsstraßen in der Stadt", so Dieckmann. Auf den 1300 Nebenstraßen kämpfe man mit Sand oder purem Splitt gegen das Eis an. "Splitt wird nach dem Tauen von den Straßen entfernt." Autofahrer müssen derzeit in jedem Fall besonders vorsichtig sein.

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