Ab Ende Februar sollen die Bürger mitreden. Bezirksvertretung gibt grünes Licht. Heute entscheidet der Stadtentwicklungsausschuss.

Werth. Bereits Ende Februar soll es soweit sein: Die Barmer können bei der Neugestaltung des Werth mitreden. In offenen Werkstätten werden die Ideen der Bürger gesammelt. Die Bezirksvertretung (BV) Barmen stimmte dem dazugehörigen Antrag der Verwaltung – mit dem sperrigen Titel „Städtebaulich-Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung des Werth mit Werkstätten zur Beteiligung der Öffentlichkeit“ – in ihrer Sitzung am Dienstagabend bereits zu. Heute muss der Stadtentwicklungsausschuss grünes Licht geben.

„Es ist ein Teilbereich der Qualitätsoffensive Barmen“, erklärt Rüdiger Bleck, im Rathaus Ressortleiter für Stadtentwicklung und Städtebau. Ähnliches gibt es ja bereits in Elberfeld. Die Erfahrungen aus diesem Prozess, „was gut gelaufen ist, was weniger gut“, wolle man auf Barmen spiegeln, so Bleck. Man sei mit beiden Stadtteilen „auf dem gleichen Weg, nur auf unterschiedlichen Abschnitten“.

Ein Plus für Barmen und den Werth sei, dass es dort bereits eine engagierte ISG gebe, die sich in Elberfeld noch in der Planungsphase befindet. „In Barmen haben wir durch die ISG einen klaren Ansprechpartner“, so Bleck.

Diskussionen in Elberfeld gab es bezüglich des Von-der-Heydt-Platzes. Für dessen Planung wurden auch Arbeitsgruppen herangezogen. Allerdings „preschte“ die Stadt, so die Kritiker, vor, als eine Förderung in Aussicht stand. Die engagierten Bürger in den Arbeitsgruppen fühlten sich übergangen, ihre Ideen nicht wahrgenommen. Das sei insgesamt nicht gut gelungen, räumt Bleck ein. Er wirbt aber um Verständnis, dass die Stadt Zeitfenster nutzen müsse, wenn die Aussicht auf einen Fördertopf bestehe.

Der vorläufige Zeitplan für den Werth sieht wie folgt aus: Ende Februar sollen die öffentlichen Werkstätten stattfinden, eine erste Präsentation ist Mitte März geplant. Für Juni ist die Abschlusspräsentation mit Öffentlichkeitsbeteiligung angesetzt, Ende Juni das Verhandlungsverfahren und Mitte Juli die Auftragsvergabe für die Entwurfsplanung. Im Oktober 2018 will die Wuppertaler Verwaltung dann Städtebaufördermittel beantragen, Ende 2019 sollen die Entwürfe schließlich umgesetzt werden.

„Für den Umbau des Werth gehen wir von Gesamtkosten von 4,5 Millionen Euro aus. Für die gesamte Gebietskulisse Barmen stehen 13 Millionen Euro zur Verfügung“, erklärt Bleck. Der Planungswettbewerb für den Werth selbst schlägt mit 160 000 Euro zu Buche. 80 Prozent stammen aber aus Fördermitteln.

In der BV Barmen wurde gar nicht groß diskutiert, das „Ja“ zum Antrag war eindeutig. Ilona Schäfer von den Grünen hob lobend hervor, dass viel Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Planung der Neugestaltung dabei sei. Sie merkte allerdings auch an, dass der Zeitplan aus Sicht der Grünen „ambitioniert ist“.

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