Machen wir uns nichts vor: Dass die Geschwindigkeitskontrollen auf Autobahnen und Landesstraßen in einem Zug mit dem Haushaltssicherungskonzept genannt werden, spricht Bände: Natürlich geht es um eine potenzielle Einnahmequelle, die den Vorteil mit sich bringt, sich stets mit der Verkehrssicherheit begründen zu lassen. Wer will da schon widersprechen? Abgesehen von zehntausenden Autofahrern vielleicht, die in den Staus der A1 und A46 stehen, dabei nicht rasen und sich fragen, wann sich die Stadt in ähnlicher Form dort auch mal für ein Baustellenmanagement einsetzt, das diesen Namen verdient.

Es ist nachvollziehbar, dass ein höchst lukrativer "Blitzer" wie am Kreuz Nord auch im Wuppertaler Rathaus Begehrlichkeiten und Interessen weckt. Dass die Stadtspitze aber ausgerechnet jetzt die Sicherheit auf der Autobahn für sich entdeckt, lässt den Ruf nach Düsseldorf und Berlin vor der Landtagswahl noch lauter werden: Rettet endlich die arm gewordenen Städte, damit eine Farce wie wie diese hier gar nicht erst zur Diskussion steht.

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