Große Mehrheit für den 100-Millionen-Euro-Umbau.

Wuppertal. Der Umbau des Döppersbergs hat zwar schon begonnen. Dennoch bietet die Baustelle der Politik weiterhin Gelegenheit, sich zu beglückwünschen. Der Rat hatte am Montag den sogenannten Durchführungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt zu treffen. Damit wurde das Kernstück des 105 Millionen Euro teuren Umbaus mit großer Mehrheit (gegen Linke und WfW) auf den Weg gebracht.

Grund genug für Oberbürgermeister Peter Jung, von einem "großen Tag" zu sprechen und allen Kritikern und Zweiflern zuzurufen: "Mit dem heutigen Tag ist der Döppersberg-Umbau unumkehrbar."

Für die CDU erging sich Michael Müller in minutenlangem Dank an Verwaltung und Politik, während SPD-Fraktionschef Klaus Jürgen Reese eine "tiefe Befriedigung"ob des zu treffenden Beschlusses empfand. Selbst die Grünen stimmten in die allgemeine Ehrfurcht mit ein. Anja Liebert sah trotz der "nicht allzu kurzen Bauphase" von sieben Jahren die Chance, Wuppertal aus den Negativ-Schlagzeilen zu bringen. Alexander Schmidt (FDP) dachte genauso, verpackte es nur anders und sprach von einer "alternativlosen Maßnahme für die Zukunft der Stadt".

Angesichts dieser Eintracht wirkten die Projekt-Gegner fast anachronistisch. Elisabeth August (Linke) und Reimar Kroll (WfW) verwiesen darauf, dass die Kosten bereits in der Planungsphase um mehr als zehn Millionen Euro gestiegen seien. Und dabei werde es nicht bleiben, prophezeite Kroll. Tatsächlich behält sich auch der Beschluss weitere Kostensteigerungen vor.

Die Durchführung der Baumaßnahme gehe aufgrund des langen Ausführungszeitraums mit "entsprechenden Unsicherheiten in Bezug auf die Kostenentwicklung einher", heißt es. Kostensteigerungen seien aber nur durch "Umschichtungen im Projekt" auszugleichen. Die Stadt ist mit Eigenmitteln in Höhe von 36 Millionen Euro beteiligt. Das Geld stammt aus Krediten und den Erlösen des einstigen WSW-Teilverkaufs.

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