Stadtdirektor Johannes Slawig über die finanziellen Fortschritte der Stadt.

Stadtkämmerer Johannes Slawig macht sich Gedanken über das Glück.  Archiv
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Stadtkämmerer Johannes Slawig macht sich Gedanken über das Glück. Archiv

Anna Schwartz, Bild 1 von 3

Stadtkämmerer Johannes Slawig macht sich Gedanken über das Glück. Archiv

Wuppertal. Sicher wäre es schön, wenn genug Geld in der Kasse wäre, um alle Anforderungen zu erfüllen und sich darüber hinaus noch das eine oder andere Wünschenswerte leisten zu können.

Aber so sind nun mal die Wuppertaler Verhältnisse nicht. Seit fast 20 Jahren bin ich für unseren Haushalt verantwortlich – das bedeutet: jeden Tag den Mangel an Geld zu verwalten, meistens Nein sagen zu müssen, wenn mehr Geld gefordert wird, leider häufig auch, wenn das Anliegen berechtigt ist, immer auf der Suche zu sein nach neuen Geldquellen und ständig auf der Hut, um zu verhindern, dass Land und Bund neue Belastungen auferlegen, ohne für einen ausreichenden Ausgleich zu sorgen.

Kann ich da glücklich sein? Manchmal fühle ich mich wie Sisyphos, der unermüdlich einen Stein bergauf rollt, und dann stürzt der Stein immer wieder talwärts – trotzdem soll er ein glücklicher Mensch gewesen sein?

Aber das allein würde wohl nicht reichen, um glücklich zu sein. Wenn da nicht Erfolge und Fortschritte wären, die zeigen, dass es aufwärts geht. Da ist einmal der ausgeglichene Haushalt – 2017 zum ersten Mal seit 25 Jahren, erreicht durch viele Einschränkungen und nur möglich durch Hilfe von Bund und Land.

Und da sind die großartigen Projekte, die durch Beharrlichkeit der Politik und Engagement zahlreicher Bürger geschaffen worden sind. Vor allem der Döppersberg, mit dem sich unsere Stadt eine neue Mitte schafft, die zum Verweilen und Einkaufen einlädt. Und die Nordbahntrasse, die uns unsere Stadt zu Fuß wie mit dem Fahrrad erleben lässt.

Diese Aufwärtsbewegung darf aber nicht abbrechen, sondern muss weitergehen. Durch neue Projekte - wie das Pina Bausch Zentrum, dessen Finanzierung hoffentlich mit Hilfe von Land und Bund gelingt. Und vor allem durch mehr Wertschöpfung im Tal, also mehr Gewerbe, mehr Unternehmen, mehr Arbeitsplätze, damit wir die großen Aufgaben einer wachsenden Stadt auch wirtschaftlich bewältigen können.

Wenn es gelingt, diese Aufwärtsbewegung dadurch zu verstetigen und abzusichern – dann ist das Glücksgefühl so richtig vollkommen und ungetrübt.

 

Diese Kolumne entstand in Zusammenhang mit der App „Glücklich in Wuppertal“ vom Wuppertal-Institut, der Sparkasse und der Happiness Research Organisation. Mehr Informationen gibt es im Netz.

gluecklich-in-wuppertal.de

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