WZ-Umfrage: Die Parteien haben in dieser Woche noch die Chance, Wankelmütige zu gewinnen.

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Wen soll ich bloß wählen? Nur wenige Tage vor der Wahl sind noch viele Wuppertaler unentschieden, wo sie ihre Kreuzchen auf dem Stimmzettel machen sollen.

Wen soll ich bloß wählen? Nur wenige Tage vor der Wahl sind noch viele Wuppertaler unentschieden, wo sie ihre Kreuzchen auf dem Stimmzettel machen sollen.

Oliver Berg

Wen soll ich bloß wählen? Nur wenige Tage vor der Wahl sind noch viele Wuppertaler unentschieden, wo sie ihre Kreuzchen auf dem Stimmzettel machen sollen.

Wuppertal. Viele Wuppertaler wissen noch nicht, wem sie bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag ihre Stimme geben werden. Nach der repräsentativen Umfrage zur Landtagswahl von Politologen der Bergischen Universität und der Westdeutschen Zeitung sind 20 Prozent der Befragten noch unentschieden (Stand vergangene Woche).

"Diese Wuppertaler können noch von allen Parteien gewonnen werden, denn sie sind politisch interessiert und keine Wahlverweigerer. Man kann sie als informierte Unentschiedene bezeichnen", erklärt der Politik-Professor Hans J. Lietzmann, gemeinsam mit Volker Mittendorf Projektleiter der Erhebung.

Dabei scheint Wahlwerbung durchaus zu fruchten, denn innerhalb des Umfragezeitraums von zwei Wochen hat sich die Zahl der Unentschiedenen halbiert. "Das zeigt, wie sehr die Mobilisierungsfähigkeit einer Partei den Wahlausgang entscheiden kann", so Mittendorf.

Interessant ist, dass sich in der Mehrzahl junge Wahlberechtigte noch nicht auf eine Seite geschlagen haben. Lietzmann: "Ältere sind in ihren Entscheidungsmustern mitunter eingefahrener oder auch beständiger."

Doch die Wuppertaler Wähler schauen auch inhaltlich genau hin. So hat die Umfrage auch gezeigt, dass die Themen Arbeitslosigkeit, Sozialstaat und HartzIV zwar als besonders wichtig angesehen werden, aber keine der Parteien mit ihren Rezepten zu HartzIV überzeugen konnte. "Die Parteien kommen mit ihren Vorschlägen nicht an", beobachtet Lietzmann.

300 Wuppertaler beantworteten bei der repräsentativen Erhebung von Studenten eines Politik-Seminars unter der Leitung von Professor Hans J. Lietzmann und Volker Mittendorf die Fragen zur Landtagswahl. Die wichtigsten Ergebnisse veröffentlichte die WZ in der vergangenen Woche. Am Dienstag um 18 Uhr werden sie außerdem im Hörsaal 11 der Bergischen Uni auf dem Campus Grifflenberg vorgestellt.

Und offenbar kann man den Menschen auch mehr zumuten, als manch ein Politiker aus Furcht vor einem Absturz in der Wählergunst glauben will.

Laut Mittendorf wären 40 Prozent der befragten Wuppertaler bereit, höhere Steuern zu zahlen, wenn es dafür nicht zu weiteren Einschnitten im Sozial- und Kulturbereich der Stadt käme.

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