Mehrheit im Rat stimmt für die 6. Gesamtschule.

Wuppertal. Der Stadtrat hat die Errichtung der 6. Gesamtschule an den Standorten Kruppstraße und Röttgen gegen die Stimmen von FDP und WfW beschlossen. Der Redebeitrag von Marc Schulz (Grüne) war symptomatisch für die Debatte: Schulz verbrauchte seine komplette Redezeit, um die Nachteile der gewählten Standorte zu erläutern. Als ihm Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) das Wort entziehen wollte, blieben ihm zwei Sätze, um die Zustimmung der Grünen zu begründen.

Trotz aller Bedenken, gute Argumente für den Standort lieferten die Kooperationsfraktionen von CDU und SPD. Karl-Friedrich Kühme (CDU) und Renate Warnecke (SPD) lobten den konsequenten Beschluss. Kühme verwies darauf, dass die Möglichkeiten der Stadt aufgrund der finanziellen Lage sehr beschränkt seien: „Da ist es leicht, ein Haar in der Suppe zu finden.“ Renate Warnecke bezeichnete die kalkulierten Kosten von 10,6 Millionen Euro „als extrem günstig“.

Beginnt nun die Diskussion um die 7. Gesamtschule?

Diesen Betrag solle man besser in andere Schulformen stecken, schlug Jörn Suika vor – und kritisierte, dass nun direkt die Diskussion um die 7. Gesamtschule eröffnet werde. „Der Druck auf den Kessel bleibt, die Debatte geht von vorne los“, sagte Suika in Richtung der CDU.

Dezernent Matthias Nocke (CDU) wies die Kritik zurück, die Entfernung zwischen beiden Standorten der geplanten 6. Gesamtschule sei zu groß. „In Wuppertal folgen Busstandorte noch immer den Schulstandorten und nicht umgekehrt“, sagte Nocke. In seinen Worten klang durch, dass Pragmatismus gefragt ist, um handlungsfähig zu bleiben und den Schulfrieden zu erhalten. Nocke: „Der ist ein hohes Gut.“

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