Viele Fahrer mieden angesichts kilometerlanger Staus die Autobahn, und die Streu- und Räumdienste waren überall im Dauereinsatz.

Winter
Die unfreundliche Seite des Winters: Auch auf der A 46 war am Mittwochmorgen im günstigsten Fall Schritt-Tempo angesagt.

Die unfreundliche Seite des Winters: Auch auf der A 46 war am Mittwochmorgen im günstigsten Fall Schritt-Tempo angesagt.

Die freundliche Seite des Winters: Den Neuschnee nutzte dieser Wuppertaler Wintersportler am Mittwoch auf den Lichtscheider Höhen auf seine Weise. Wind gab es offensichtlich genug.

Uwe Schinkel, Bild 1 von 2

Die unfreundliche Seite des Winters: Auch auf der A 46 war am Mittwochmorgen im günstigsten Fall Schritt-Tempo angesagt.

Wuppertal. Dass der Winter noch einmal zurückkommen würde, war klar. Doch mit den ergiebigen Schneefällen, die Dienstagnacht einsetzten, und eisglatten Straßen hatte dann doch niemand gerechnet. Prompt gab es am Mittwochvormittag überdurchschnittlich viele Verkehrsunfälle. Im Wuppertaler Stadtgebiet krachte es laut Polizei zwischen 5 und 12 Uhr mehr 34 Mal – sowohl in den Tallagen, als auch auf den Höhen.

142.000 Euro Sachschaden und Probleme im Busverkehr

Glück im Unglück hatten dabei zwei Ronsdorfer (35, 51). Die beiden Männer hatten um 9 Uhr auf der Staubenthaler Straße einen Unfall gehabt und standen neben ihren Autos, als der Lkw eines 31-Jährigen auf schneeglatter Straße auf sie zu schleuderte. Die beiden Fußgänger wurden erfasst, kamen aber laut Polizei mit leichten Verletzungen davon. In den übrigen Fällen blieb es bei Blechschäden. Die Gesamtschadenssumme wird von der Polizei auf mindestens 142.000 Euro geschätzt. Gute Nerven brauchten Pendler, die auf Bus und Bahn angewiesen sind. Vor allem am frühen Morgen gab es Verspätungen. Am Mastweg und auf der Strecke nach Velbert-Neviges hatten die Busse einmal mehr die größten Probleme. Im Lauf des Vormittags habe sich die Lage normalisiert, hieß es seitens der Stadtwerke. Pendler, die am Vormittag über die A 1 fahren wollten, hatten ganz schlechte Karten. Kilometerlang staute sich über Stunden der Verkehr – offenbar, ohne dass es einen Unfall gegeben hatte.

Das Schneetreiben setzte am Dienstag gegen 23  Uhr ein – allerdings zunächt nur im Wuppertaler Norden. Barmen und Elberfeld blieben bis tief in die Nacht schneefrei. Innerhalb weniger Stunden fielen dann mehrere Zentimeter Neuschnee. Viele Wuppertaler wurden von der weißen Pracht am Mittwochmorgen überrascht.

Ab 3.30 Uhr waren die Streu- und Räumfahrzeuge der Stadt in der Nacht auf Mittwoch unterwegs, um vor allem erst einmal die Hauptverkehrsstraßen frei zu bekommen: Viele Autofahrer mieden angesichts kilometerlanger Staus die A 46 und wichen auf Stadtstraßen aus. Gegen 10 Uhr hatte sich die Lage auch auf den Nordhöhen wieder normalisiert. Der Winterdienst arbeitete dabei auch mit kleiner Fahrzeugen, um in Nebenstraßen zu kommen. Am Mittwochnachmittag zeigte sich dann eine strahlende Wintersonne. Die Folge: Der Schnee wurde zu rutschigem Matsch – auf der Straße und Gehwegen. Neuschnee soll es erst am Freitag geben.

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