Emrah E. soll mehrere Terrorgruppen unterstützt haben.

Wuppertal. Er soll im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan für das Terrornetzwerk Al-Kaida gearbeitet haben, er soll Anschläge auf den Bundestag und andere Einrichtungen in Deutschland angekündigt haben, Überfälle geplant haben und in Ostafrika an Terroranschlägen beteiligt gewesen sein: Emrah E. (25; Foto: Archiv), Deutschtürke und Islamist aus Vohwinkel. Ab heute steht E. als Angeklagter vor dem Staatsschutzsenat des Frankfurter Oberlandesgerichts, unter anderem wegen Mitgliedschaft in terroristischen Vereinigungen und versuchter Anstiftung zu schwerem Raub. Bis Ende Juli sind sechs Verhandlungstage angesetzt.

Emrah E. und sein Bruder wurden in Vohwinkel radikalisiert

Wie berichtet, war Emrah E. im Juni vergangenen Jahres in Tansania verhaftet worden. Er wurde gesucht, weil er sich in Kenia an einem Bombenanschlag der Terrorgruppe Al- Shabab gegen ein Einkaufszentrum beteiligt haben soll. Laut Bundesanwaltschaft hatte sich der Vohwinkeler 2008 der islamistischen Szene angeschlossen – genauso wie sein jüngerer Bruder Bünyamin, der 2010 in Pakistan von einer US-amerikanischen Drohne getötet worden war.

Beide Brüder hatten der Gruppe Shabab an-Nur „Jugend des Lichts“ angehört – eine der salafistischen Szene nahestehenden Moscheegemeinde an der Eugen-Langen-Straße, die inzwischen aufgelöst ist. Auch wegen deren Aktivitäten bezeichnete der Verfassungsschutz Wuppertal im Januar als „Islamisten-Hochburg“. Red