Rechte tauchten am Rande eines Filmfestivals auf.

Vohwinkel. Wie am heutigen Dienstag bekannt wurde, gab es am Sonntag einen Einsatz der Polizei gegen Mitglieder der rechtsextremen Szene in Vohwinkel. Offenbar hatte sich am Sonntag eine mit Baseballschlägern bewaffnete Gruppe bei einem Projekt des Bürgerbahnhofs versammelt.

Dort lief auf Initiative der Aktion Mensch im Rahmen des Filmfestivals „Uebermut“ eine Dokumentation über den Staatsanwalt Fritz Bauer, der nach dem Ende der NS-Diktatur Hitler-Attentäter rehabilitiert und die Auschwitz-Prozesse in Frankfurt initiiert hat. Thema war zudem eine Ausstellung unter dem Titel „Tag der Befreiung“.

Keine Gewalt – Polizei rückt mit massivem Aufgebot an

Zu Übergriffen sei es nach Auftauchen der Neonazis am Bürgerbahnhof allerdings nicht gekommen, berichtete Uli Kopka vom Bürgerverein Vohwinkel gestern auf WZ-Nachfrage. Die gut 15 Mitglieder der rechten Szene seien zum Teil mit dem Zug angereist und hätten von Besuchern und Ständen Fotos gemacht. Daraufhin habe man gegen 18 Uhr die Polizei verständigt, die später mit einem massiven Aufgebot anrückte, Personalien aufnahm und die Neonazis des Platzes verwies.

Von der Polizei gab es am Sonntag dazu keine Informationen. Am Dienstag hieß es, dass man sieben unbewaffnete Personen im Bahnhof angetroffen habe, die zwei Fahnen bei sich trugen.

Das Festival gehe wie geplant weiter, bekräftigt Kopka. Am Sonntag hatte es 30 Gäste. Mit der Polizei habe man sich grundsätzlich darauf verständigt, der rechten Szene „kein Forum zu bieten.“

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