In der Nacht zu Mittwoch stand am Osterholz ein Dachstuhl in Flammen. Die drei Bewohner mussten ins Krankenhaus und bangen um ihr Haus.

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Löscheinsatz von oben: In der Nacht zu Mittwoch brannte dieser Dachstuhl einer Doppelhaushälfte am Osterholz aus.

Löscheinsatz von oben: In der Nacht zu Mittwoch brannte dieser Dachstuhl einer Doppelhaushälfte am Osterholz aus.

Wolfgang Westerholz

Löscheinsatz von oben: In der Nacht zu Mittwoch brannte dieser Dachstuhl einer Doppelhaushälfte am Osterholz aus.

Wuppertal. Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist am Morgen danach sichtbar: Der Dachstuhl der Doppelhaushälfte am Osterholz besteht eigentlich nur noch aus verkohlten Balken. Auch im Erdgeschoss haben die Flammen gewütet. Die gute Nachricht: Die dreiköpfige Familie hatte zwar ihre Schlafräume im ausgebauten Dachgeschoss, kam aber mit einer leichten Rauchgasvergiftung davon.

Ob die Familie aber jemals wieder in ihr Haus einziehen kann, ist derzeit ungewiss. Noch ist unklar, inwieweit die Hitze auch die Statik des vor 26 Jahren erbauten Hauses in Mitleidenschaft gezogen hat. Fakt ist: Die Doppelhaushälfte ist derzeit nicht bewohnbar. Es besteht Einsturzgefahr. Die Familie ist bei Verwandten in Barmen untergekommen. Nach ersten Schätzungen summiert sich der Brandschaden auf mindestens 250.000 Euro.

Nachbarn bemerkten den Brand und alarmierten die Feuerwehr

Es klingt banal, aber die Brand-Nacht am Osterholz hätte noch viel schlimmer enden können. Die Nachbarn aus der anderen Haushälfte bemerkten gegen 4.30 Uhr Feuerschein im Dachstuhl nebenan und schlugen Alarm. Wenig später war die Feuerwehr vor Ort.

Die Retter erreichten ein wichtiges Ziel: Die Flammen griffen trotz voller Ausdehnung nicht auf die zweite Haushälfte über. Dessen Besitzer, Günther Holst, hatte am Dienstagabend noch die Fassade seiner Hälfte gestrichen. "Wir haben großes Glück gehabt", sagt er am Tag danach. Allerdings ist auch die Holst-Hälfte in Mitleidenschaft gezogen worden - unter anderem durch Löschwasser. Holst: "Und es stinkt furchtbar."

Am Mittwochmorgen beschlagnahmte die Kripo den Brandort. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen. Vor Montag ist nicht mit Ergebnissen zu rechnen, heißt es. Fakt ist: Das Feuer brach im Dachgeschoss aus. Die Ermittlungen dauern an.

Sechs Bewohner - drei aus dem betroffenen Haus und drei aus der angrenzenden Gebäudehälfte - konnten sich zwar selbst in Sicherheit bringen. Die dreiköpfige Familie aus dem Brandhaus - Mutter (58), Vater (52) und Sohn (18) - musste wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung allerdings im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die Feuerwehr geht derzeit aber von leichten Verletzungen aus.

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