Mathe ist wichtig – damit später im eigenen Geschäft die Kasse stimmt

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Sie sind die besten von 8000 Mathe-Schülern: Finn, Niklas, Lisa und Belana (vorn von links) von der Grundschule Haselrain mit Klassenlehrerin Brigitte Czaja und Regierungspräsident Jürgen Büssow.

Sie sind die besten von 8000 Mathe-Schülern: Finn, Niklas, Lisa und Belana (vorn von links) von der Grundschule Haselrain mit Klassenlehrerin Brigitte Czaja und Regierungspräsident Jürgen Büssow.

Uwe Schinkel

Sie sind die besten von 8000 Mathe-Schülern: Finn, Niklas, Lisa und Belana (vorn von links) von der Grundschule Haselrain mit Klassenlehrerin Brigitte Czaja und Regierungspräsident Jürgen Büssow.

Wuppertal. Das Recht auf individuelle Förderung gilt auch für Schüler mit besonderer Begabung. Diese Talente aufzuspüren, dazu nutzen Wettbewerbe. Denn "neben Anerkennung und Motivation sind sie anregend und machen Spaß. Und bereiten das wissenschaftliche Arbeiten vor", wie Jürgen Büssow sagte. Anlässlich der Siegerehrung des Mathe-Treffs war der Regierungspräsident am Mittwochnachmittag ins Bayer-Kasino gekommen, um Nachwuchstalente, die sich im Online-Mathe-Wettbewerb hervorgetan hatten, auszuzeichnen.

Berufsziel von Sieger Niklas (9): Achterbahn-Erfinder

Belana (8), Lisa (8), Finn (8) und Niklas (9) von der Grundschule Haselrain räumten als Sieger der Klasse 1 und 2 den ersten Preis ab. Etwas ungläubig und großäugig nahmen sie zusammen mit Klassenlehrerin Brigitte Czaja die Gratulationen entgegen. Wie die anderen knapp 8000 Teilnehmer, aufgeteilt in 1599 Teams, die am 12. Online-Mathe-Wettkampf teilgenommen hatten, hatten sie den letzten Montag vor den großen Ferien - das war der 23. Juni - genutzt, um "zu knobeln und zu rechnen", wie die Klassenlehrerin erzählt.

Die Mathekids, diesen Namen haben Belana und ihre Freunde sich rasch gegeben, haben "experimentiert bis die Köpfe rauchten", um die vier Aufgaben, darunter auch eine Scherzfrage, zu lösen. "Die sind wirklich am Ball geblieben und für ihre Kenntnisse und Ausdauer belohnt worden." Repräsentativ für das schlechte Abschneiden bei der Pisa-Studie sind diese Kinder jedenfalls ebenso wenig wie ihre Siegerkollegen aus Siegen von der August-Dicke-Schule (Sieger in der Altersgruppe Klasse 5 bis 6).

"Wir mussten uns vorstellen, ein Kartenhaus zu bauen. Mit vier Etagen", erklärte Niklas eine der Aufgaben. Wenn er groß ist, möchte er gerne Erfinder werden. "Deshalb interessiere ich mich für Mathe. Die ganzen Zahlen machen so viel Spaß." Auch Finn, dessen Lieblingsschulfach eigentlich Sachunterricht ist, mag Mathe. Schließlich seien "Zahlen und Berechnungen für Achterbahn-Erfinder sehr wichtig". Und das ist sein Berufsziel.

Mit-Siegerin Belana kann Naturwissenschaft noch einen anderen Aspekt abgewinnen: "Ich lese auch gerne, aber ich langweile mich schnell. Deshalb mag ich aufregende Sachen. So wie Zahlen." Später möchte sie Apothekerin werden, "da ist Mathe ganz nützlich". "Klar, damit Du dann die richtigen Preise hinschreiben kannst und ausrechnest, wie groß Dein Verdienst ist", kommentierte das Niklas.

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