Beim ersten Wochenende der „Woga“ reichte das Spektrum von Malerei über Skulpturen bis zu Videokunst.

Beim ersten Wochenende der „Woga“ reichte das Spektrum von Malerei über Skulpturen bis zu Videokunst.
Teresa Wojciechowska gehört zu den Künstlern in den Königsberger Höfen, die den Besuchern ihre Werke zeigten.

Teresa Wojciechowska gehört zu den Künstlern in den Königsberger Höfen, die den Besuchern ihre Werke zeigten.

Gerhard Bartsch

Teresa Wojciechowska gehört zu den Künstlern in den Königsberger Höfen, die den Besuchern ihre Werke zeigten.

Wuppertal. Die Woga – am vergangenen Wochenende in Wuppertal-Ost – öffnet Räume, verbindet Menschen, die künstlerisch arbeiten, und bietet kreativen Menschen und ihren Werken eine Bühne. Dabei gibt es keine Grenzen. Fokuspunkt mit 13 Teilnehmern waren unter anderem die Königsberger Höfe in Wichlinghausen.

Ein Atelier im Haus 4 teilen sich Brigitte Kaiser, Frank Lederhose mit expressiver gegenständlicher Malerei und Udo Ahlswede mit seinem ureigenen Sternmotiv, das von David Bowies letztem Album inspiriert ist. Brigitte Kaiser hat sich der gegenstandslosen Malerei in Acryl verschrieben. „Das Bild entsteht im Dialog mit der Arbeit, die ich gerade mache. Ganz viele Schichten – ich verdünne mit Wasser, lasse verlaufen“, sagt sie. Ihre Farbkompositionen paaren sich mit kryptischen Schriftzeichen.

Gabriele Gerlichs Malerei atmet einen ähnlichen Geist. Obwohl die teils pastos aufgetragene Ölfarbe Assoziationen zu landschaftlichen oder gegenständlichen Motiven evoziert, bleiben die Andeutungen im Vagen.

Das „Atelier Freie Graphik – syngraph“ von Peter Paulus lockte mit einer großen Anzahl eigener Grafiken und Zeichnungen, die wie Knäule aus einem Mikrokosmos anmuten. Zu sehen war auch eine Druckerpresse in Funktion.

Im Haus 2 der Königsberger Höfe waren zudem grafische Arbeiten von Margarita Sprogies in ihrem neuen Atelier zu sehen. Sie hat ihre Liebe zur Grafik übrigens in der Druckwerkstatt Syngraph entdeckt.

Auch Fotografie war wieder in verschiedensten Ausprägungen vertreten. Bastian Kotte, bearbeitet seine Aufnahmen am PC, um sie in fantastische Szenerien zu verwandeln.

Erfrischender Akzent mit Minimalismus

Eine ganz andere Art des fotografischen Ausdrucks sucht Eberhard Vogler in seinen im Kühlraum in Ronsdorf ausgestellten Exponaten. Ästhetische Architekturaufnahmen gesellen sich zu minimalistischen Strandfotografien aus der Normandie. Alltägliches Straßenmobiliar, Zäune und Schilder gewinnen durch den Weitblick aufs Meer eine meditative Note. Die poetischen Fotografien von Christian Henkels entstanden bewusst mit der „schlechtesten Kamera der Welt“. Dabei sollen die Fotografien durch Unschärfe und Lichtführung „ein wenig wie ein Gemälde dargestellt werden“, so Henkels.

In den Kühlräumen zeigten elf Kreative ihre Arbeiten, darunter Conny Schüssler und Beatrix Deus. Im Kühlraum 6 sind hauptsächlich Bildhauer vertreten. Günter Fürth, Rosemarie Kau, Helga Zwanzig-Graever und Angela Lüke-Noffke öffneten ihr Allerheiligstes, das Atelier, und zeigten zahlreiche Werke aus Stein: sich herausschälende Köpfe und abstrakte Skulpturen aus verschiedensten Materialien.

Einen erfrischenden Akzent setzte Zara Zoë Gayk mit Videokunst im Kühlraum 4: Farbenfroh, indes keinesfalls oberflächlich. Psychedelisch aufgeladene Strukturen und aus ihrer „Digitalen Malerei“ entlehnte Motive verschachtelt sie zu vielschichtig bewegten Licht- und Farb-Geweben. „Ich wollte mal etwas Minimalistisches anbieten auf der Woga“, sagt sie.

So kann die Woga also auch sein und macht neugierig auf den zweiten Teil am kommenden Wochenende.

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