In der Diskussion und Tag für Tag stark befahren: Gerade mit Blick auf die Kaiserstraße gibt es in Sachen „Kaisermeile“ viele Bedenken.
In der Diskussion und Tag für Tag stark befahren: Gerade mit Blick auf die Kaiserstraße gibt es in Sachen „Kaisermeile“ viele Bedenken.

In der Diskussion und Tag für Tag stark befahren: Gerade mit Blick auf die Kaiserstraße gibt es in Sachen „Kaisermeile“ viele Bedenken.

Archiv

In der Diskussion und Tag für Tag stark befahren: Gerade mit Blick auf die Kaiserstraße gibt es in Sachen „Kaisermeile“ viele Bedenken.

Wuppertal. Johannes Blöser vom Verkehrsressort der Stadt brachte es im Verkehrsausschuss so auf den Punkt, als er das Verkehrsgutachten für das Projekt der Kaisermeile in Vohwinkel vorstellte: „Es wird kein Chaos, aber auch keine Verbesserung geben“, sagte der Experte, der sich seit vielen Jahren unter anderem mit dem Ampelsystem in Wuppertal befasst.

Die Stadt erwartet Einbußen am Kaiserplatz – aber kein Chaos

Das Ergebnis der gut zweijährigen Voruntersuchungen verdeutlichten die Verkehrsplaner mit einer Computersimulation, die alle Verkehrsströme im Stadtteilzentrum zeigt. Und mit deutlichen Worten: „Mit allem Nachdruck“ weise die Fachverwaltung darauf hin, dass mit der Kaisermeile „sämtliche Leistungsreserven des Straßennetzes im Kernbereich von Vohwinkel voll ausgeschöpft werden.“

Auch müsse man in diesem Fall „Einbußen insbesondere im Knotenpunkt Kaiserplatz“ in Kauf nehmen. Zudem könne man dort dann auch nicht mehr nachträglich die Grünzeiten für Fußgänger verlängern, so der Verkehrsbericht der Stadt.

Durch „Veränderungen im Straßenraum und an den Lichtzeichenanlagen“ könne man einen Ausgleich schaffen, „der den Mehrverkehr abwickeln kann.“ So wären Umstellungen am Kaiserplatz, im Bereich der Lienhard- und Bahnstraße sowie entlang der Kaiserstraße, der Brucher Straße und am Westring erforderlich, um unter anderem die Parkhauszufahrten zu regeln.

Kaiserstraße: Warnung vor Staus und zu wenig Straßenraum

Die Stadt geht außerdem davon aus, dass 65 Prozent des an der Kaisermeile erwarteten Verkehrs aus dem Stadtteil kommen und etwa 35 Prozent von außerhalb nach Vohwinkel strömen.

In der Diskussion zeigte sich im Verkehrsausschuss ein geteiltes Bild: Anja Liebert von den Grünen sprach von einer „enormen Verkehrsbelastung“, die schon jetzt am Limit sei. Hans-Jörg Herhausen (CDU) vermeldete unterdessen „Bauchschmerzen“ mit Blick auf den Verkehrsbericht, wobei es aber auch darum gehen müsse, Vohwinkel in seiner Entwicklung nicht auf Dauer zu benachteiligen. Ähnlich argumentierte Ralf Otto Jacob (FDP): Ohne Weiterentwicklung gerate „Vohwinkel in Gefahr“.

Hoffmann Lorenz-Glaubig vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) warnte unter anderem vor langen Staus entlang der Kaiserstraße, die schon heute zu wenig Platz biete – gerade auch beim Abbiegen.

Arif Izgi (SPD) sprach sich dagegen aus, dass Projekt „Kaisermeile“ als Investition in den Stadtteil zu stoppen – was aber nichts daran ändern dürfte, dass die Diskussion weitergeht, und das über Vohwinkel hinaus.

Ein Hoffnungsschimmer für die Kaiserstraße ist das absehbarere Ende des Schwebebahn-Umbaus, wie Ludwig Froning von den WSW berichtete: Mit ihm ist im Herbst 2013 dann auch der Ersatzbusverkehr auf der Kaiserstraße Geschichte.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer