Die geplante Kontoumstellung der Sparkassen wird rechtlich geprüft.

Finanzen
Marlene Pfeiffer von der Verbraucherzentrale.

Marlene Pfeiffer von der Verbraucherzentrale.

A. Fischer

Marlene Pfeiffer von der Verbraucherzentrale.

Wuppertal. Zahlreiche WZ-Leser kritisieren in Briefen an die Redaktion die geplanten Kontoumstellungen bei der Stadtsparkasse. „Es scheint, die Gier der Banken ist nun auch bei der Wuppertaler Sparkasse angekommen. Das ist nicht mehr meine Sparkasse“, schreibt zum Beispiel Bernd Kroemer. Die Empörung unter den 175 000 Privat- und 25 000 Firmenkunden ist offensichtlich groß.

„Kündigungen haben wir bisher ganz wenige gehabt“, sagt Sparkassensprecher Jürgen Harmke. „Wenn es die Chance gibt, mit Kunden ins Gespräch zu kommen, dann können wir darüber aufklären, dass die Änderungen für die meisten nur einen guten Euro mehr bedeuten“, sagt Harmke. Beim Online-Banking habe es in 12 Jahren zuvor keine Erhöhung mehr gegeben. Der aktuelle Betrag von 1 Euro sei seit Jahren nicht mehr kostendeckend.

Kritische Fragen zur Ankündigung der Sparkasse, Gebührenerhöhungen ab dem 1. Juli durch ein Rabattsystem in Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Einzelhandel und Online-Händlern auszugleichen, verzeichnet auch die Wuppertaler Verbraucherzentrale. Beratungsstellenleiterin Marlene Pfeiffer spricht von knapp 50 Anfragen zum Thema allein in dieser Woche. „Das dürfte erfahrungsgemäß aber nur die Spitze des Eisbergs sein. Wir haben uns an unsere Geschäftsstelle in Düsseldorf gewandt, die eine rechtliche Prüfung vornehmen wird“, sagt Pfeiffer. Und diese Prüfung schließt Fragen des Datenschutzes ein.

Die Sparkasse will Ende Mai eine Liste mit Händlern vorlegen, die Rabatte gewähren, die beim Kauf mit der Sparkassencard zurück auf die Konten gebucht werden.

Leserkommentare (12)


() Registrierte Nutzer