Der Verband fordert kleinere, dezentralere Einheiten.

Scharfe Kritik am Schulentwicklungsplan 2018-2022 der Stadt übt die Lehrergewerkschaft „Verband Bildung und Erziehung“ (VBE). Entgegen der Ankündigung der Stadt seien die Kollegien der betroffenen Schulen nicht einbezogen worden. Auch an den Plänen selbst hat der VBE viel Kritik.

Grundsätzlich befürworte er die Schaffung neuer, dringend notwendiger Grundschulplätze und einer neuen weiterführenden Schule im Osten der Stadt, nicht aber die Art und Weise, wie sie in Schulausschuss und Rat beschlossen wurden: Alle Maßnahmen seien als Paket abgestimmt worden, sodass man auf Einzelheiten wie Standorte einzelner kleinerer Schulen nicht habe eingehen können.

So hat der VBE viele Argumente gegen die Nutzung der Förderschul-Dependance an der Eichenstraße 59 als neue Grundschule. Ein Änderungsantrag der FDP dazu sei abgeschmettert worden, um den ganzen Plan nicht zu gefährden. Laut VBE ist das Ersatzgebäude an der Bartholomäusstraße ebenso wie der dortige Schulhof zu klein, die Sanierung könne wegen Schimmelbefall teuer werden.

Der Verband warnt vor zu großen Schulen, die besonders Kinder mit Lern- und Entwicklungsstörungen überfordere. Für sie seien kleine Systeme wie Real- oder Hauptschulen besser, zudem benötigten sie Rückzugs- und Therapieräume sowie entsprechendes Personal. Schon jetzt sei deutlich, dass wohlhabendere Eltern andere Schulen bevorzugen.

Der VBE fordert eine wiederholte Prüfung der Standorte und Gebäude im Schulentwicklungsplan: „Es braucht alternative Standorten und – wo möglich – kleinere, dezentrale Grundschulen.“ Red

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