Peter H. Vaupel mahnt zur Sachlichkeit.

Wuppertal. Die Diskussion um eine mögliche Zusammenlegung des Wuppertaler Sinfonieorchesters und der Bergischen Symphoniker schlägt hohe Wellen. „Darüber ohne Emotionen zu sprechen, ist schwierig“, sagt Peter H. Vaupel, stellvertretender Vorsitzender der Freunde der Wuppertaler Bühnen und des Sinfonieorchesters. „Man muss die Diskussion aber auf sachlicher Ebene führen.“ Dazu gehört für Vaupel (Foto: Archiv) auch die Option, eine Orchester-Fusion in Erwägung zu ziehen: „Man muss auch Dinge initiieren, die erst später erfolgreich sind und nicht nur kurzfristig Gewinn bringen.“ Vaupel spielt darauf an, dass – wie ein Gutachten über kulturelle Kooperationsmöglichkeiten im Bergischen Land nachweist – nur eine Orchester-Fusion nennenswerte Spareffekte brächte, allerdings erst nach 25 Jahren.

Vaupel glaubt an die Vorteile eines größeren Klangkörpers

„Dass wir ein A-Orchester mit einer ausgezeichneten Qualität haben, ist unbestritten“, betont Vaupel auf WZ-Nachfrage. „Aber man muss auch in die Zukunft schauen.“ Im städtischen Orchester sind derzeit, wie berichtet, zehn der 88 Stellen unbesetzt. „Deshalb muss man auch berücksichtigen, dass bei einer Verschmelzung und dem Aufbau eines neuen A-Orchesters mit dann 110 Musikern ein großer Klangkörper entstehen kann, den man ganz anders positionieren könnte.“ Vaupel sieht eine mögliche Fusion durchaus positiv: „Wenn man bei der desaströsen finanziellen Lage der Kommunen die Chance hat, ein neues Team entstehen zu lassen, ist das eine riesige Herausforderung.“

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