Am Samstag wird Fußball-Idol Uwe Seeler 75 Jahre alt. Auch in Wuppertal hat er bei seinen Auftritten Spuren hinterlassen.

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„Uns Uwe“ (3.v.r.) Anfang März 1958 im Sonnborner Hafen im Vorfeld eines Juniorenländerspiels gegen Belgien. Das endete im Stadion mit 4:1. Jugendbundestrainer Georg Gawliczek (r.) stellte neben Seeler im gleichen Jahr auch Hans Cieslarczyk (2.vl./Sodingen, neben Willy Koslowski von Schalke 04) für die WM in Schweden ab. Repros: Otto Krschak

„Uns Uwe“ (3.v.r.) Anfang März 1958 im Sonnborner Hafen im Vorfeld eines Juniorenländerspiels gegen Belgien. Das endete im Stadion mit 4:1. Jugendbundestrainer Georg Gawliczek (r.) stellte neben Seeler im gleichen Jahr auch Hans Cieslarczyk (2.vl./Sodingen, neben Willy Koslowski von Schalke 04) für die WM in Schweden ab. Repros: Otto Krschak

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„Uns Uwe“ (3.v.r.) Anfang März 1958 im Sonnborner Hafen im Vorfeld eines Juniorenländerspiels gegen Belgien. Das endete im Stadion mit 4:1. Jugendbundestrainer Georg Gawliczek (r.) stellte neben Seeler im gleichen Jahr auch Hans Cieslarczyk (2.vl./Sodingen, neben Willy Koslowski von Schalke 04) für die WM in Schweden ab. Repros: Otto Krschak

Wuppertal. Auch wenn sich die Auftritte von Uwe Seeler in Wuppertal fast an einer Hand abzählen lassen, spielte die Stadt eine nicht unwesentliche Rolle in der langen Karriere des Fußballidols, das an diesem Samstag seinen 75. Geburtstag feiert.

Spätestens seit seinem ersten Auftritt im Stadion am Zoo am 11. April 1954 galt der damals 17-Jährige als eine der größten Hoffnungen des deutschen Fußballs. Beim 6:1-Sieg im Fifa-Jugendturnier gegen das Saarland erzielte der unglaublich dynamische Jungstürmer vier Tore für die deutschen U 18-Junioren.

Der Stern von Uwe Seeler ging in Wuppertal auf, hieß es danach. Im gleichen Jahr berief Bundestrainer Sepp Herberger den Hamburger erstmals in die A-Nationalmannschaft.


Mit WSV-Star Horst Szymaniak im deutschen WM-Team 1958


Den Durchbruch dort schaffte der Stürmer endgültig bei der Weltmeisterschaft 1958, wo er neben WSV-Star Horst Szymaniak zum Aufgebot gehörte. Im Vorfeld hatte er Anfang März in Wuppertal noch mit der deutschen Juniorenauswahl gegen Belgien gespielt. 4:1 hieß es damals auf gewalztem Schneeboden, womit die Deutschen offenbar besser zurecht kamen als die mit Verspätung mit dem Zug angereisten Belgier. Der WSV hatte sich schon bereit gehalten, als Ersatzgegner einzuspringen.


Mit dem WSV selbst gab es für Seeler Zusammentreffen bei einem Freundschaftsspiel (9:1 für den HSV) und beim legendären Pokalhalbfinale 1963 (siehe Kasten). Als die Wuppertaler 1972 endlich in die Bundesliga aufstiegen, hatte „Uns Uwe“ seine Karriere gerade beendet. 
 

 38 000 Zuschauer – doppelt so viele Karten hätten verkauft werden können – pilgerten am 8. August 1963 ins Stadion am Zoo zum DFB-Pokal-Halbfinalschlager des WSV gegen den Hamburger SV mit dem damals schon großen Uwe Seeler und seinem genialen Vorbereiter Charly Dörfel (Foto beim Auflaufen). Das Tor zum glücklichen 1:0-Sieg der Hamburger gegen den starken WSV erzielte allerdings Fritz Boysen nach einem Abwehrschnitzer von Manfred Paschke.
 

 

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