Die Stadt hat noch bis Ende Februar Zeit. Bei der AWG ist ein neuer Plan in Sicht.

Wuppertal. Im Tauziehen um millionenschwere und in Turbulenzen geratene Cross-Border-Leasing-Geschäfte der Stadt und der AWG zeichnet sich bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft die nächste Runde ab: "Die AWG befindet sich in Verhandlungen mit Investoren, die nun konkret werden", erklärt AWG-Geschäftsführer Wolfgang Herkenberg auf WZ-Nachfrage.

In Kürze sei ein Konzept in Sicht, das man mit allen zuständigen Stellen absprechen werde. Näheres sagte Herkenberg aber noch nicht. Wie berichtet, hat die AWG das Müllheizkraftwerk an einen US-Trust verleast, hinter dem zwei US-Banken stehen.

Kämmerer: Stadt prüft "alle denkbaren Alternativen"

Bei der Stadt Wuppertal geht es hingegen ums Kanalnetz, das für 400 Millionen Dollar verleast wurde, um den Barwertvorteil aus dem Steuergeschäft zu nutzen. Hier endet die aktuelle Frist, wie Stadtkämmerer Johannes Slawig berichtet, Ende Februar. Derzeit führe man zur Prüfung "aller denkbaren Alternativen" Gespräche mit Investoren und der American International Group (AIG). Wie berichtet, haben sowohl die AWG als auch die Stadt ihre Transaktionen über den Versicherungskonzern abgesichert, der im Zuge der Finanzkrise in Probleme geriet.

Zweck der Verhandlungen ist, die Geschäfte auf eine neue Basis zu stellen oder zu beenden - mit möglichst wenig Verlust für Wuppertal.

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