Der Bundesgerichtshof hat die Bewährungsstrafe für eine junge Mutter aufgehoben.

Wuppertal. Der Prozess um das tote Baby von der Uellendahler Straße muss zumindest in Teilen neu aufgerollt werden. Gestern kassierte der Bundesgerichtshof (BGH) die Bewährungsstrafe gegen die 23 Jahre alte Mutter des Kindes und verwies den Fall an eine andere Kammer des Wuppertaler Landgerichts zurück.

Die Frau aus dem Kongo war im August des vergangene Jahres vom Landgericht zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht begründete das Urteil seinerzeit mit der verminderten Schuldfähigkeit der Frau.

Sie sei nach der heimlichen Entbindung in der elterlichen Badewanne in einer psychischen Ausnahmesituation gewesen, zeige tiefe Reue und bekenne sich zu ihrer Schuld. Und: Ohne ihr Geständnis, hätte der Fall womöglich nie aufgeklärt werden können. Die Staatsanwaltschaft hatte seinerzeit fünf Jahre Haft gefordert.

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