Eine Kooperation des Berufskollegs Haspel mit der Bergischen Uni macht Jugendlichen Appetit auf Technik-Studiengänge.

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Weena Latz mit ihrer Arbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die Schülerin weiß, dass Technik-Studiengänge Spaß machen können.

Weena Latz mit ihrer Arbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die Schülerin weiß, dass Technik-Studiengänge Spaß machen können.

Andreas Fischer

Weena Latz mit ihrer Arbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die Schülerin weiß, dass Technik-Studiengänge Spaß machen können.

Wuppertal. Man nehme eine Carrera-Bahn, mehrere Fahrzeuge und Schienen, die sich an einer Stelle kreuzen – fertig ist der Gefahrenbereich. Aber nicht, wenn es um das Kooperationsprojekt zwischen dem Berufskolleg am Haspel und der Bergischen Universität geht. Innerhalb von sechs Tagen suchten 19 Schüler des Leistungskurses Elektrotechnik des Berufskollegs nach Lösungen zur Unfallvermeidung. Jetzt wurden die Ergebnisse am Campus Freudenberg präsentiert.

Die Aufgabe: Automatisiere eine Fahrstrecke so, dass mehrere Fahrzeuge an Kreuzungsbereichen nicht kollidieren. Eine der Lösungen: „Wir haben die Strecke durch Transistoren teilautomatisiert und Lichtwiderstände als Sensoren verwendet“, erklärt Furkan Filiz (18). Das bedeutet: Wenn genug Licht auf die Fahrstrecke fällt, werden elektrische Signale von der Modellbahn an die Fahrzeuge gesendet. Sie sorgen dafür, dass die Autos an Kreuzungen stoppen.

Die Herausforderung, das Gelernte in die Praxis umzusetzen

In drei Gruppen wurden die Schüler eingeteilt, um mit Hilfe einer programmierbaren Mikroprozessorsteuerung ihre Modellautos und Fahrbahnen zu bauen. Furkan Filiz: „Das war besser als Schule. Ich habe viel gelernt und verstanden, wie wichtig Absprachen im Team sind.“

Dem konnte die 18-jährige Weena Latz nur zustimmen. „Es war eine echte Herausforderung das bisher Gelernte in die Praxis umzusetzen“, sagte sie.

Bodo Jakob, der als Leiter des beruflichen Gymnasiums am Haspel das Projekt betreut hatte, war zufrieden: „ Ziel des Projektes ist es, den Spaß an Technik zu vermitteln. Bei uns kann man immerhin mit Technik als Abiturfach die allgemeine Hochschulreife erlangen.“

Kein Wunder also, dass das Kooperationsprojekt zwischen dem Berufskolleg und der Uni bereits seit 2005 durchgeführt wird und die Schüler so Einblicke in den Unialltag erhalten.

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