Das Fach Kommunikations-Design wird es bald in Wuppertal nicht mehr geben.

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Die Kommunikationsdesigner sind erst kürzlich - noch vor den übrigen Studenten der Bergischen Uni - in den Bildungsstreik getreten.

Die Kommunikationsdesigner sind erst kürzlich - noch vor den übrigen Studenten der Bergischen Uni - in den Bildungsstreik getreten.

Mathias Kehren

Die Kommunikationsdesigner sind erst kürzlich - noch vor den übrigen Studenten der Bergischen Uni - in den Bildungsstreik getreten.

Wuppertal. Am Dienstagmorgen erreichte das Fach Kommunikationsdesign an der Bergischen Uni die gute Nachricht: Das Projektseminar "Markenzauber" ist für den Designpreis NRW nominiert worden. Eine Auszeichnung mehr für einen mit Preisen verwöhnten Studiengang. Am Nachmittag folgte dann nach einer Sitzung des Hochschulrates die schlechte Nachricht: Das Fach Kommunikationsdesign wird eingestellt - ersatzlos. Die letzten Einschreibungen sind zum Wintersemester 2009/10 möglich. Alle Studenten können ihr Studium an der Bergischen Uni abschließen, das Fach wird es also noch fünf Jahre in Wuppertal geben. Allerdings soll eine engere Kooperation zur Folkwang Hochschule gesucht werden.

Eine offizielle Begründung für das Aus des Studiengangs, der in der Tradition des berühmten Bazon Brock steht, und an dem unter anderem Kinderbuch-Illustrator Wolf Erlbruch lehrt, gibt es nicht. Allerdings gibt es innerhalb des Fachbereichs schon seit Jahren interne Querelen, bei denen immer wieder um Ausstattung und Strukturen des Fachs gestritten wurde - und das mit harten Bandagen. Zuletzt warfen die Studenten in einem Protest-Flugblatt dem Fachbereich vor, "ausgeraubt und blockiert" zu werdern. Auf der Gegenseite war unter anderem mangelnde Kompromissfähigkeit moniert worden (ausführlicher Hintergrund-Bericht folgt).

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