Dreimal gingen in diesem Winter an der Kohlfurther Brücke Autos in Flammen auf. Der Tatort ist der Kripo gut bekannt.

Kriminalität
BMW in Flammen: Zuletzt brannte es Sonntagnacht an der Kohlfurther Brücke. Verletzt wurde niemand, aber die Anwohner sind in Sorge. Die Kripo geht von Brandstiftung aus. Und: Der Tatort liegt unmittelbar hinter dem Grundstück, auf dem einst der „Wuppertaler Hof“ stand.

BMW in Flammen: Zuletzt brannte es Sonntagnacht an der Kohlfurther Brücke. Verletzt wurde niemand, aber die Anwohner sind in Sorge. Die Kripo geht von Brandstiftung aus. Und: Der Tatort liegt unmittelbar hinter dem Grundstück, auf dem einst der „Wuppertaler Hof“ stand.

Stefan Rossbach

BMW in Flammen: Zuletzt brannte es Sonntagnacht an der Kohlfurther Brücke. Verletzt wurde niemand, aber die Anwohner sind in Sorge. Die Kripo geht von Brandstiftung aus. Und: Der Tatort liegt unmittelbar hinter dem Grundstück, auf dem einst der „Wuppertaler Hof“ stand.

Cronenberg. Im Herbst 2010 atmeten die Bewohner in der Kohlfurth durch: Anderthalb Jahre, nachdem der Wuppertaler Hof abgebrannt war, war endlich auch die hässliche Brandruine mitten im Ort verschwunden. Da hatte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zum Brand – es wurde Brandstiftung vermutet – bereits eingestellt (siehe Kasten rechts).

„Wir wünschen uns eine schnelle Aufklärung der Geschehnisse; so dass die Kohlfurther Bürger wieder in Ruhe schlafen können“.

Aus einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative Kohlfurther Brücke

Doch jetzt machen sich die Bewohner der Kohlfurth wieder Sorgen. Grund: Wie berichtet, hat es auf dem Grundstück direkt hinter dem Areal, auf dem einst der Wuppertaler Hof stand, in diesem Jahr dreimal gebrannt.

Drei Wagen gingen in Flammen auf. Verletzt wurde niemand. Doch schon beim ersten Brand hieß es seitens der Kripo: „Brandstiftung nicht ausgeschlossen“. Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt es zum aktuellen Stand der Ermittlungen keinen Kommentar.

Somit sind die Fakten rar: Das Grundstück, auf dem die Brände gelegt wurden, gehört der Familie, der auch einst der „Wuppertaler Hof“ gehörte. Zum Tathergang: Der oder die Brandstifter kamen stets am Wochenende und in der Nacht. Sie steckten jeweils Autos an. Die Bilanz: Am 1. Weihnachtstag 2011 entstand ein Schaden von 5000 Euro. In der Nacht zum 25. Januar brannte es um 2. 05 Uhr erneut. Ursprüngliches Ziel war wohl ein auf dem Gelände geparkter BMW. Von ihm sprangen die Flammen auf zwei weitere Autos über. Gesamtschaden: mindestens 12.000 Euro.

In der Nacht zum 5. Februar – Tatzeit diesmal: 4 Uhr – stand erneut ein BMW in Flammen. Wieder blieb es bei einem fünfstelligen Blechschaden. Und wieder geht die Kripo von Brandstiftung aus. Doch trotz mehrerer Zeugenaufrufe ist die Brandserie weiter ungeklärt.

In der Nacht vom 10.  auf den 11.  Februar 2009 brannte der dreigeschossige „Wuppertaler Hof“ an der Kohlfurther Brücke ab. Verletzt wurde niemand. Der Schaden wurde auf 250.000 bis 500.000  Euro geschätzt. Wenige Tage nach dem Großbrand stürzte die Fachwerkruine ein. Die Kriminalpolizei ging von vorsätzlicher Brandstiftung aus und startete mehrere Zeugenaufrufe. Unter anderem war in Tatortnähe ein Kanister gefunden worden. Wie berichtet, gerieten zwischenzeitlich auch die Eigentümer unter Verdacht. Klären ließ sich der Fall nicht. Das Verfahren wurde eingestellt.

Wie berichtet, wurde die Ruine des abgebrannten früheren Lokals im Herbst 2010 abgerissen. Allein die Kosten für den Abriss werden auf 40.000  Euro geschätzt. Ob auf dem Grundstück neu gebaut wird, ist offen. spa

Die Anwohner machen sich Sorgen um ihre Sicherheit. So heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative Kohlfurther Brücke: „Wir wünschen uns eine schnelle Aufklärung der Geschehnisse; so dass die Kohlfurther Bürger wieder in Ruhe schlafen können“.

Die Kripo sucht Zeugen. Hinweise an die Rufnummer 2840. Die Ermittlungen dauern an.

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