Autonome bezichtigen sich selbst der Tat. Bekennerschreiben per Mail in die WZ-Redaktion.

Barmen. Böse Überraschung für die Eigentümer von 27 Autos, die am Dietrich-Bonhoeffer-Weg in Barmen, direkt vor der Justizvollzugsschule, geparkt hatten. Unbekannte haben die Reifen an den Autos in der Nacht zu Donnerstag zerstochen. Nach Auskunft der Polizei wurden ein bis zwei Reifen an jedem Fahrzeug platt gestochen. Der entstandene Sachschaden beträgt fast 4000 Euro.

Bekennerschreiben per Mail in die WZ-Redaktion

Donnerstagmittag ist unterdessen in der WZ-Redaktion ein Bekennerschreiben eingegangen. Demnach erklärte eine Gruppe mit dem Namen "Autonome Automarder - AG Umschulung", sie habe die Reifen der Autos von Auszubildenden der Justizvollzugsschule Wuppertal zerstört. I

hr Ziel sei es, den Auszubildenden klar zu machen, dass diese umschulen sollten. Die mutmaßlichen Täter geben an, mit dieser Tat im Namen der Gefangenen den "zukünftigen Schließern" ihren "Hass und ihre Ablehnung" gezeigt zu haben. Die Gruppe fordert eine "Gesellschaft ohne Knäste" und kündigt in dem Schreiben an, auch zukünftig mit solchen Aktionen gegen den Neubau der Jugendvollzugsanstalt Widerstand leisten zu wollen: "Deshalb werden wir dem Knastneubau, auf dessen Gelände auch die von uns angegriffene Justizvollzugsschule Platz finden soll, unseren Widerstand entgegen setzen."

Die Polizei sucht nach Zeugen 

Die Polizei sucht unterdessen Zeugen, die in der Zeit von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens, beobachtet haben könnten, wer sich an den Autos zu schaffen gemacht hat. Hinweise an die Polizei unter der Nummer 2840.

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