Ab 15. Februar gilt auch in Wuppertal Plaketten-Pflicht. Dabei befreien die Parkausweise die Handwerker im Stadtgebiet von Fahrverboten.

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Prägen bald das Stadtbild: Insgesamt 200 dieser Schilder werden bis zum 15. Februar in Wuppertal aufgestellt.

Prägen bald das Stadtbild: Insgesamt 200 dieser Schilder werden bis zum 15. Februar in Wuppertal aufgestellt.

Andreas Fischer

Prägen bald das Stadtbild: Insgesamt 200 dieser Schilder werden bis zum 15. Februar in Wuppertal aufgestellt.

Wuppertal. Am 15. Februar wird es ernst mit Wuppertals Umweltzonen: Zu diesem Stichtag gilt dann auch in weiten Teilen von Barmen, Elberfeld und Vohwinkel generelle Plakettenpflicht. Jenseits aller Diskussionen um Sinn und Unsinn von Umweltzonen, die zum Beispiel auch die stark befahrene A 46 ausklammern, haben sich in den vergangenen Monaten tausende Wuppertaler von alten Autos getrennt - um gar nicht erst ein Fahrverbot zu riskieren.

Pkw-Anteil an Altautos ging um fast die Hälfte zurück

Die Zahlen an sich seien "bemerkenswert", hebt Reinhard Behr - bei der Stadt zuständig für Verkehrslenkung und Straßennutzung - hervor: Demnach ging der Anteil jener Autos, die ab 15. Februar nicht mehr in die Umweltzonen dürfen, in den vergangenen Monaten um 44 Prozent zurück, von 5339 auf 3003 Pkw. Das lasse darauf schließen, dass sich viele Betroffene entweder ganz vom Auto getrennt oder sich aber ein neues Fahrzeug angeschafft haben. Bei den teureren Nutzfahrzeugen wird der Rückgang beim Gesamt-Anteil auf gut 10 Prozent beziffert.

Werden in den nächsten Wochen jetzt gut 200 Hinweisschilder für die Umweltzonen aufgestellt, herrscht bei der Plaketten-Ausgabe ebenfalls Hochbetrieb: Allein bei der Kfz-Zulassungsstelle an der Uellendahler Straße wurden bislang 30.000 Umweltplaketten ausgegeben. Dort sind die Aufkleber montags bis mittwochs jeweils von 7 bis 13 Uhr zu kaufen, donnerstags von 7 bis 17 Uhr sowie freitags von 7 bis 12 Uhr. "Ausgenommen von der Plaketten-Pflicht sind zum Beispiel Menschen mit bestimmten Behinderungen, Motorräder und Dreiräder", betont die Stadt.

Ein wichtiges Thema bleiben die Ausnahmegenehmigungen: "Da kommt noch viel Arbeit auf uns zu", berichtet Behr - angesichts von "noch nicht einmal 500 Anträgen, die bislang vorliegen". In den nächsten Wochen rechne man mit mehreren tausend Anträgen.

Städte ringen noch um eine einheitliche NRW-Regelung

Während NRW-Städte nach wie vor an einer Verwaltungsvereinbarung arbeiten, die die Ausnahmegenehmigungen stadtübergreifend in allen Umweltzonen gültig macht, gibt es einen Lichtblick für Wuppertals Handwerker: Ihre Parkausweise dienen gleichzeitig auch zur Befreiung von Fahrverboten. Behr: "Das reicht aus, um in allen Umweltzonen zu fahren."

Über gebührenpflichtige, einjährige Ausnahmeregelungen - etwa für Anwohner und Gewerbetreibende - informiert die Stadt Wuppertal entweder unter den Rufnummern 563-4333 und 563-4303 oder online: www.wuppertal.de/luftreinhaltung

Wer bis zum 15. Februar noch keine Plakette oder Ausnahmegenehmigung hat, kann in Wuppertal mit einer sechswöchigen Kulanzfrist rechnen: Danach gibt es ohne Plakette in der Umweltzone Knöllchen: Fällig sind dann 40 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Die Wuppertaler Ankündigung, angesichts der nach wie vor umstrittenen Zonen möglichst viele Ausnahmen zu genehmigen, hat die Gespräche über eine stadtübergreifende Regelung offensichtlich erschwert. Laut Stadt habe die Bezirksregierung allerdings nichts an der Wuppertaler Vergabe-Praxis moniert. Wann die von vielen Seiten geforderte NRW-Regelung kommt, ist allerdings nach wie vor offen.

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