Protest vor dem Club verläuft friedlich. U-Club-Betreiber schalten wegen Säureanschlags die Polizei ein.

Etwa 80 Demonstranten standen am Samstagabend vor dem U-Club. Rechts die Grünen Hermann Ott und Volker Beck.
Etwa 80 Demonstranten standen am Samstagabend vor dem U-Club. Rechts die Grünen Hermann Ott und Volker Beck.

Etwa 80 Demonstranten standen am Samstagabend vor dem U-Club. Rechts die Grünen Hermann Ott und Volker Beck.

Uwe Schinkel

Etwa 80 Demonstranten standen am Samstagabend vor dem U-Club. Rechts die Grünen Hermann Ott und Volker Beck.

Wuppertal. "Wir sind schockiert und bestürzt über die Gewaltbereitschaft, die in diesen Akten zum Ausdruck kommt." Dieses Zitat hat das Team des Wuppertaler U-Clubs versendet, nachdem Unbekannte in der Nacht von Freitag auf Samstag einen Anschlag mit Buttersäure auf den Club verübt haben. Die Säure, so die Betreiber, sei morgens zwischen 4 und 7 Uhr in die Lüftungsschächte für die Räume geschüttet worden. Zudem hätten die Täter Absperrgitter in die Wupper geworfen. Der U-Club hat Strafanzeige erstattet.

Hintergrund für den Anschlag ist das umstrittene Konzert des jamaikanischen Sängers Sizzla gewesen, dem vorgeworfen wird, in seinen Liedtexten zum Mord an Schwulen aufzurufen. Der U-Club konnte die Schäden beheben, und das Konzert mit dem Sänger, der bereits am Mittwoch in dem Club aufgetreten war, fand wie geplant statt.

Vor dem Club hatten sich etwa 80 Demonstranten versammelt, die gegen den Auftritt protestierten. Aufgerufen zu der Demo hatten die Jugendorganisationen der Parteien sowie der Landesverband der Schwulen. Unter den Demonstranten waren auch Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion der Grünen, und Herrmann Ott, der neue Wuppertaler Bundestagsabgeordnete der Grünen. Die Demonstration selbst ist friedlich verlaufen. In Berlin war der umstrittene Sänger zuvor vom Veranstalter ausgeladen worden, ein geplantes Konzert fand nicht statt.

Unterdessen gehen im Online-Forum der WZ die Diskussionen um den Auftritt von Sizzla in unverminderter Schärfe weiter. Gegner und Befürworter der Auftritte diskutieren im Netz.

 

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