Die Diskussion um die Discounter-Pläne beschäftigt in diesem Jahr Politik und Verwaltung.

Die Diskussion um die Discounter-Pläne beschäftigt in diesem Jahr Politik und Verwaltung.
In der Diskussion um den Lidl-Standort ist auch das ehemalige Nätebusch-Fabrikgelände.

In der Diskussion um den Lidl-Standort ist auch das ehemalige Nätebusch-Fabrikgelände.

Anna Schwartz

In der Diskussion um den Lidl-Standort ist auch das ehemalige Nätebusch-Fabrikgelände.

Uellendahl. Ein Gründach sollte der Supermarkt idealerweise haben. Nicht zu groß sein, ansprechend gestaltet. Ein „schöner“ Lidl sozusagen. Ginge es nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung, so müsste das Unternehmen, das an der Uellendahler Straße einen neuen Markt einrichten möchte, noch ein wenig an seinen Plänen arbeiten. Damit er nicht aussehe „wie ein 08/15-Discounter-Zelt mit offenem Parkplatz zur Uellendahler Straße“, sagt Stadtsprecherin Martina Eckermann.

Sowohl architektonisch als auch was den Städtebau angehe, sehe die Verwaltung noch „Verbesserungspotenzial“. Unter anderem soll es in dem Bereich an der Uellendahler Straße - er betrifft den Raum zwischen den Hausnummern 152 bis 164 – keine Parkplatzanlage zur Straße geben. „Es war geplant, die Randbebauung abzutragen, mit Lücken in der Bebauung – das wollen wir nicht haben“, so Eckermann.

„Der Bedarf am Uellendahl ist grundsätzlich vorhanden.“

Gabriela Ebert, SPD, Bezirksbürgermeisterin

Eigentlich wollte die Stadt an der Stelle überhaupt keinen Discounter. Aber Lidl hatte erfolgreich geklagt und die Discounter-Pläne überarbeitet. Sie seien im November im Gestaltungsbeirat - der nichtöffentlich tagt - beraten worden, so Eckermann. Die Planungen gehen weiter. Doch nach WZ-Informationen hat der Gestaltungsbeirat auch die neuen Pläne nicht gerade uneingeschränkt begrüßt. Ob es zu einer gefälligen, auch städtebaulich akzeptablen Gestaltung kommt, darauf ist nicht nur die Stadtverwaltung gespannt.

„Es wäre natürlich gut, wenn diese Bauruine verschwinden würde“, sagt Bezirksbürgermeisterin Gabriela Ebert (SPD) zum Nätebusch-Gelände. Nahversorgungsmöglichkeiten gebe es vor allem im oberen Bereich des Uellendahl - an der Stelle bestehe durchaus Bedarf. „Es kommt aber in der Tat auf die Art des Lebensmittelhandels an und auf die Ausgestaltung“, betont die Bezirksbürgermeisterin.

Einen Lidl mit großem Parkplatz an der Stelle – das sieht der Bürgerverein Uellendahl nach wie vor kritisch. „Es würde zum Verkehrschaos führen“, sagt Karl-Eberhard Wilhelm, Vorsitzender des Bürgervereins. Da sei zum einen der zu- und abfließende Verkehr der Kunden, die dort einkaufen. „Und dann der Lieferverkehr - und das geht alles nur über die Uellendahler Straße.“ Eine andere Art der Erschließung sei kaum realistisch, so Wilhelm. „Die Nahversorgung ist gesichert - da muss jetzt nicht noch ein Lidl hin“, findet Wilhelm. Das sei auch die einhellige Meinung des Vorstandes.

Lidl selbst macht zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Angaben zu Details der Pläne. Man sei „dauerhaft bestrebt, das gesamte Filialportfolio qualitativ und quantitativ weiterzuentwickeln, um den Kunden eine moderne Einkaufsstätte mit optimalen Einkaufsbedingungen zu präsentieren“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme auf Anfrage der WZ - „so auch in Wuppertal-Elberfeld an der Uellendahler Straße: Derzeit befinden wir uns in der Planungsphase und bitten daher um Verständnis, dass wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht näher dazu äußern können.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer