Auf seinem Youtube-Kanal überbringen die animierten Figuren nette Botschaften.

Udo Bertram sieht in seinen Schlumpf-Videos eine kleine Flucht aus dem Alltag.
Udo Bertram sieht in seinen Schlumpf-Videos eine kleine Flucht aus dem Alltag.

Udo Bertram sieht in seinen Schlumpf-Videos eine kleine Flucht aus dem Alltag.

Stefan Fries

Udo Bertram sieht in seinen Schlumpf-Videos eine kleine Flucht aus dem Alltag.

Wuppertal. Fast jeder, der ein Smartphone besitzt, hat sie schon einmal geschickt bekommen: Kurze Videos mit Schlümpfen, meist im passenden Kostüm zum Anlass, die Sätze sprechen wie: „Das alte Jahr, das ist nun futsch, ich hoffe, du hattest einen super guten Rutsch.“

Dahinter steckt oft Udo Bertram, ein Wuppertaler, der vor ziemlich genau drei Jahren die App „Zoobe“ entdeckte und begann, den kleinen Figürchen, die auf dem Bildschirm zu sehen sind, eine Stimme zu geben. Diese Stimme wird durch die App so verzerrt, dass sie wie die von einem Schlumpf klingt. „Es fing alles damit an, dass ich vor drei Jahren im Internet Schlümpfe gesehen habe, die sehr primitive Dinge gesagt haben. So kam ich auf die Idee, sie in einer niedlicheren Form zu zeigen“, sagt Udo Bertram.

10 000 Videos und 25 Millionen Abrufe

Er bezeichnet sich selbst als Träumer. Schon immer habe er seinen Kindern gerne Geschichten und Märchen erzählt, oft von Zwergen. Auch das Internet ist für ihn kein fremdes Terrain: Neben der Beschäftigung mit seinen virtuellen Schlümpfen designt er auch hin und wieder Webseiten. Mittlerweile existieren auf seinem YouTube Kanal rund 10 000 Videos.

Die Abrufzahlen des Kanals sind in den drei Jahren kontinuierlich gestiegen - mittlerweile sind es 25 Millionen. „Die Zielgruppe sind Menschen im Alter von 30 bis 70 Jahren“, erklärt Bertram. Selbst gibt er zu, dass die kurzen Videos von vielen als nervig angesehen würden - aber das sei auch witzig. Für den Rentner ist es ein großes Hobby, das ihm hilft, aus dem Alltag zu flüchten, wie er sagt. „In der heutigen Zeit, in der Krieg und Terror herrschen, brauchen die Menschen etwas zum Träumen.“

Bertram sei von Nutzern schon öfter gefragt worden, ob er nicht auch den anderen Figuren von Zoobe eine Stimme verleihen wolle - das habe er ein paar Mal gemacht, doch es sei nicht das Richtige gewesen. „Ich bin halt der Schlumpf.“ Seine Frau Anne Bertram spreche des öfteren die Schlumpfine in den Videos. Täglich sei er drei bis vier Stunden damit beschäftigt, auf Kommentare zu antworten oder neue Schlumpf-Videos zu erstellen. „Es ist schon ein bisschen Arbeit“, sagt Bertram.

Auf seinem Kanal und auch auf seiner Internetseite ruft Udo Bertram dazu auf, die Videos zu teilen - ob in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter oder eben bei Nachrichtendiensten wie WhatsApp. Das Herunterladen ist jedoch verboten. Um sicher zu gehen, hat Udo Bertram sich eine schriftliche Genehmigung von Zoobe eingeholt, um die Videos in dieser großen Zahl veröffentlichen zu dürfen.

Es gebe einige, die seiner Idee nachgekommen sind und ebenfalls solche Videos erstellen - doch er ist derjenige, der die meisten Abrufe für seinen Kanal zählt. Aktuell ist Udo Bertram dabei, Schlümpfe für den Valentinstag und für Ostern zu kreieren.

web500.de Schlumpf-Schlumpfine.de

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