Thomas Helbig zeigt das Büchlein über Tuffi.
Thomas Helbig zeigt das Büchlein über Tuffi.

Thomas Helbig zeigt das Büchlein über Tuffi.

Stefan Fries

Thomas Helbig zeigt das Büchlein über Tuffi.

Wuppertal. Gut 66 Jahre ist es her, das eine junge Elefanten-Dame des Zirkus Althoff in Höhe der Haltestelle Adlerbrücke aus einem fahrenden Schwebebahnwagen sprang und damit zu einem der prominentesten Dickhäuter der Welt wurde. Ein Ereignis, dessen Ruhm sich bis heute gehalten hat und in vielen Büchern über Wuppertal ausführlich behandelt wurde.

Ein kleines Büchlein, herausgegeben durch die Edition Köndgen, erschien vor einem Jahr zum 65. Jahrestag des denkwürdigen Unfalls. Gestern wurde auf dem Johannes-Rau-Platz vor dem Barmer Rathaus eine europäische Version der kuriosen und glücklich ausgegangenen Geschichte vorgestellt. In Englisch, Italienisch, Spanisch und – passend zum gleichzeitig stattfindenden Gourmet-Markt – in Französisch kann man nun in Kurzform nachlesen, wie die Elefantita (spanisch) oder Elefantina (italienisch) die Seitenwand des Waggons durchbrach und in die Wupper sprang.

Paul Decker übersetzte die Geschichte in Barmer Platt

Angelika Helbig, Marlene Willimek und Jan Daniel Valpiani haben mit „Una cosa unica“, „Una Historica unica“, C‘est unique und „That‘s unique“ das „Weltereignis“ einem internationalen Publikum auf von Ariane Rudolph illustrierten und von Manuela Sanne getexteten Seiten bekannt gemacht. „Wuppertal hat zahlreiche Partnerstädte, und da oft Schulklassen kommen, könnte dieses Büchlein ein ideales Mitbringsel sein“, sagt Herausgeber Thomas Helbig.

Er präsentiert noch eine weitere Version: „Zur Förderung der Wuppertaler Mundart hat es Paul Decker auch in Barmer Platt übersetzt.“ Paul Decker, Frontmann der Wuppertaler Mundart-Band Striekspöen, war der Dolmetscher und hat es sich nach eigenen Angaben nicht leicht gemacht, „Tuffi en de Wopper hopsen tu looten“. „Ich musste einige Male das Wörterbuch zu Hilfe nehmen“, gestand Decker, findet aber, dass „Dat göfft et nur enmol“ schon den richtigen Ton getroffen hat.

„Jetzt haben wir die Geschichte in allen Weltsprachen“, sagte Helbig – und die Anregung, Tuffis Sprung doch auch ins Chinesische zu übersetzten, konterte Verlagssprecherin Sandra Balcke gelassen: „So eine Version existiert schon im Buchform.“ fwb

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