Nächstebreck. Die Arbeiten zu dem neuen Ikea-Standort in Wuppertal laufen wie geplant. Das sagte eine Sprecherin des schwedischen Möbelhändlers auf Anfrage der WZ. Die symbolische Grundsteinlegung findet am 21. Januar statt. Die Eröffnung soll im August stattfinden.

Die Sprecherin sagte, die Arbeiten seien in vollem Gang. „Die Erdarbeiten sind inzwischen abgeschlossen.“ Das Baufeld ist also begradigt. Der Hochbau habe auch schon vor der Grundsteinlegung begonnen. „Eine Grundsteinlegung hat natürlich auch immer etwas Symbolisches“, erklärte sie den vorzeitigen Baufortschritt. Das Fundament sei inzwischen zu sehen und die ersten Stelen für das Möbelhaus aufgestellt.

Wetter bestimmt Eröffnungstermin

Ikea plant die Eröffnung für den Spätsommer dieses Jahres. „Wenn das Wetter so bleibt, wird das kein Problem.“ Problematisch könne es nur werden, wenn es ab jetzt noch wochenlangen Frost gebe. „Aber Frost und Eis wären bei den Erdarbeiten wesentlich schlimmer gewesen als jetzt.“ Ein eher hypothetischer Fall also. Laut der Sprecherin wären etwas Eis und Schnee kein Problem für den Baufortschritt.

Neben dem Bau hat Ikea noch ein zweites Standbein in Wuppertal. In den Königsberger Höfen im Stadtteil Wichlinghausen hat der Konzern ein Projektbüro mit einer Fläche von etwa 700 Quadratmetern angemietet. Dort arbeiten die Einrichtungshauschefin Susanne Schweitzer sowie 50 weitere Ikea-Mitarbeiter an der Vorbereitung des Tagesgeschäfts. Derzeit, so sagte die Sprecherin, würden dort Bewerbungsgespräche geführt. Ikea braucht 200 neue Mitarbeiter für den Standort. 50 Mitarbeiter werde der Konzern aus anderen Filialen nach Wuppertal bringen.

Anwohner kritisieren Bauvorhaben

Das Bauvorhaben wird von Kritik begleitet. Anwohner kritisieren vor allem die zusätzliche Verkehrsbelastung durch den Markt am Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord sowie auf den Straßen in Oberbarmen und Haßlinghausen. In der vergangenen Woche hatten sie Klagen in Düsseldorf und Münster eingereicht. Ikea sieht dem gelassen entgegen. „Es gibt einen gültigen Bebauungsplan, eine Baugenehmigung und Gutachten, die den Bau stützen“, sagte die Sprecherin.

Im Verlauf eines mehrjährigen Planungsprozesses hatte sich Ikea von Plänen für einen zusätzlichen Homepark mit 20 000 Quadratmetern Fläche verabschieden müssen. Die Bezirksregierung hatte dies nicht genehmigt. Auch waren Ausgleichsmaßnahmen für den Umweltschutz erforderlich. Ikea musste 45 Nistkästen für Fledermäuse im Gebiet aufhängen und mehrere Tümpel für Reptilien wie den Kammmolch anlegen. Außerdem wird ein Ersatzteich in einer Größe von 500 Quadratmetern gebaut.

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