Ab Mitternacht in der Nacht zu Sonntag herrscht auf der Kaiserstraße Betrieb . 80 Sicherheitsleute sind im Einsatz.

Riesenschlange auf der Gräfrather Straße, bis die Einfahrt zur Kaiserstraße frei ist.
Riesenschlange auf der Gräfrather Straße, bis die Einfahrt zur Kaiserstraße frei ist.

Riesenschlange auf der Gräfrather Straße, bis die Einfahrt zur Kaiserstraße frei ist.

Florian Ballin

Riesenschlange auf der Gräfrather Straße, bis die Einfahrt zur Kaiserstraße frei ist.

Wuppertal. Samstag, kurz vor Mitternacht - auf der Gräfrather Straße ist es voll: Nichts geht mehr. Eine lange Autoschlange hat sich gebildet. Dort warten die angereisten Trödler darauf, dass die gesperrte Kaiserstraße endlich zum Ausladen und Aufbauen freigegeben wird. Denn echte Trödler und Schnäppchenjäger nutzen natürlich die frühen Morgenstunden auf dem Vohwinkler Flohmarkt.

Als dann um 0 Uhr die Feuerwehr die Absperrungen zur Seite schiebt, reißt der Strom der einfahrenden Autos nicht ab. Die Besitzer der zirka 450 Stände müssen sich nun auf der etwa 1,4 Kilometer langen Strecke verteilen. Erst gegen 1 Uhr wird es an der Einfahrt ruhiger. "Der Großteil der Trödler baut schon um Mitternacht auf", sagt Andreas Schäfer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Vohwinkler Vereine und Veranstalter des Flohmarkts.

Doch wer noch etwas schlafen möchte, kann noch bis 5 Uhr früh kommen. Neben den Trödlern sind auch schon hunderte Schnäppchenjäger da. Noch während die Stände aufgebaut werden, feilschen die ersten schon um die Preise. "Wir rechnen damit, dass ungefähr 250.000 Besucher kommen werden.", sagt Schäfer.

Ein neues Konzept für die Sicherheit

Bei solchen Zahlen werden Erinnerungen an die Katastrophe von Duisburg wach. Kann so etwas Schreckliches auch auf dem Vohwinkler Flohmarkt passieren? "Grundsätzlich kann man die Bedingungen von Duisburg und dem Vohwinkler Flohmarkt nicht miteinander vergleichen", meint Schäfer. "Die Veranstaltung findet nicht zentral und auch nicht zu einer bestimmten Uhrzeit statt", sagt er. Die Kaiserstraße ist lang und hat viele Seitenstraßen.

"Den größten Andrang erwarten wir in den Mittagsstunden", erklärt Schäfer. Sollte dann der unwahrscheinliche Fall einer Massenpanik eintreten, können die Menschen über viele Seitenstraßen fliehen. Dort, wo auf den Straßen auch noch der Autoverkehr fließt, wurden die Bürgersteige vergrößert und durch Absperrungen begrenzt, damit die Menschen nicht auf die Straßen laufen. "Außerdem haben wir eine 1,5 Meter breite Zone hinter den Ständen eingerichtet, die den Sanitätern als Rennpiste dient.", sagt Schäfer.

Diese Pläne wurden im Vorhinein auf einer Sicherheitsvorbesprechung erarbeitet. Dort wurde auch beschlossen, dass die Sanitäter schon ab Mitternacht vor Ort sind (und nicht erst ab 5 Uhr wie in den Vorjahren) sowie, dass der Flohmarkt von einem Sicherheitsdienst bestreift wird.

Zusammen mit den 28 Ordnern waren 80 Mann für einen reibungslosen Ablauf im Einsatz.

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