Wuppertal trauert um die Opfer.

In der Nähe des Wohnhauses der drei Cronenberger Absturzopfer haben Menschen Kerzen und Blumen abgestellt.
In der Nähe des Wohnhauses der drei Cronenberger Absturzopfer haben Menschen Kerzen und Blumen abgestellt.

In der Nähe des Wohnhauses der drei Cronenberger Absturzopfer haben Menschen Kerzen und Blumen abgestellt.

In der Nähe des Wohnhauses der drei Cronenberger Absturzopfer haben Menschen Kerzen und Blumen abgestellt.

Abiturientin Friederike Kleinschmidt ist betroffen. Die Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums gedachten gestern der Opfer der Flugzeugkatastrophe.

Hartmut Schmahl, Bild 1 von 3

In der Nähe des Wohnhauses der drei Cronenberger Absturzopfer haben Menschen Kerzen und Blumen abgestellt.

Wuppertal. Der Schock sitzt bei vielen noch tief: 150 Menschen kamen am Dienstag beim Absturz einer Germanwings-Maschine in den Alpen ums Leben – allein 50 davon kamen aus NRW. Kaum einer vermochte da am Mittwoch, einfach zum Alltag überzugehen. Für die Abiturienten des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums wurde die Mottowoche zur Nebensache. Auch wenn die meisten kostümiert zur Schule kamen, zeigten sich die Schüler zutiefst betroffen von den Ereignissen. Gemeinsam mit Mitschülern und Lehrkräften legten sie eine Schweigeminute ein und gedachten der Opfer. Sämtliche Feierlichkeiten, die für Mittwoch geplant waren, wurden abgesagt.

Opernsängerin Maria Radner wohnte in Cronenberg

Laut Pressesprecherin Martina Eckermann hatte die Stadt am Mittwoch noch keine genauen Informationen darüber, wie viele der Opfer aus Wuppertal kamen. Laut dpa sollen es fünf gewesen sein. Nach WZ-Informationen wohnten drei davon in Cronenberg: die Opernsängerin Maria Radner, die im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein war, mit ihrem Lebensgefährten und dem gemeinsamen eineinhalbjährigen Sohn.

„Das waren ganz liebe, sympathische Nachbarn“, sagt Arzu Candan, Wirtin des Café vom Cleff in Cronenberg. „Wir sind geschockt und sehr traurig.“ Erst im vergangenen Jahr habe die junge Familie die Taufe ihres Sohnes in der Gaststätte von Arzu Candan gefeiert. „Bei den beiden war es Liebe auf den ersten Blick.“ Gegenüber dem Café haben andere Cronenberger am Hans-Otto-Bilstein-Platz Kerzen aufgestellt. Immer wieder hielten Menschen am Mittwoch an der Stelle inne. Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé (SPD) zeigte sich tief betroffen.

Auch Oberbürgermeister Peter Jung teilte am Mittwoch sein Mitgefühl mit den Betroffenen mit: Im Namen aller Wuppertalerinnen und Wuppertaler spricht er den Familien, Freunden und Arbeitskollegen der Wuppertaler Opfer des Germanwings-Absturzes sein tief empfundenes Beileid aus. Er bittet alle Bürger, sich am Donnerstag an dem Moment der Stille um 10.53 Uhr zu beteiligen.