Neugeborenes Kind lag mehrere Wochen im Gebüsch hinter einer Parkbank. Die Leiche wird am Montag obduziert.

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Die Mordkommission sichert Spuren: In einem Gebüsch hinter dieser Parkbank im Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf fand eine Frau am Samstagmittag den in eine pinkfarbene Decke gewickelten Leichnam eines neugeborenen Kindes. Die Identität des Säuglings - der Leichnam hat womöglich den ganzen Winter dort gelegen - ist noch unklar.

Die Mordkommission sichert Spuren: In einem Gebüsch hinter dieser Parkbank im Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf fand eine Frau am Samstagmittag den in eine pinkfarbene Decke gewickelten Leichnam eines neugeborenen Kindes. Die Identität des Säuglings - der Leichnam hat womöglich den ganzen Winter dort gelegen - ist noch unklar.

Wolfgang Westerholz

Die Mordkommission sichert Spuren: In einem Gebüsch hinter dieser Parkbank im Wuppertaler Stadtteil Ronsdorf fand eine Frau am Samstagmittag den in eine pinkfarbene Decke gewickelten Leichnam eines neugeborenen Kindes. Die Identität des Säuglings - der Leichnam hat womöglich den ganzen Winter dort gelegen - ist noch unklar.

Wuppertal. Schock in Ronsdorf: Am Samstagmittag hat eine Frau, die beim "Piccobello"-Müllsammel-Tag mitmachte, im Gebüsch hinter einer Parkbank ein pinkfarbenes Bündel gefunden. Darin eingewickelt lag der bereits erheblich verweste Leichnam eines Säuglings. Der Fundort befindet sich in unmittelbarer Nähe eines vielbenutzten Gehwegs, der zu einem Supermarkt und einer belebten Einkaufsstraße führt.

Die zehnköpfige Mordkommission setzte am Samstagnachmittag Spürhunde ein, um mögliche Wege zum Fundort der Leiche nachvollziehen zu können.

Die Kripo geht derzeit davon aus, dass der Leichnam aufgrund der vergangenen Frostperiode schon mehrere Wochen oder Monate in dem Gebüsch lag. Der Leichnam des Kindes wurde bereits zur  Rechtsmedizin in Düsseldorf gebracht. Dort soll am Montag eine Obduktion schnellstmöglich Fragen unter anderem nach der Todesursache und dem Todeszeitpunkt klären.

Unklar ist beispielsweise, ob das Kind möglicherweise schon tot zur Welt gekommen ist. Eine Polizei-Sprecherin: "Wir gehen derzeit von einem Tötungsdelikt aus." Dass es sich laut Informationen unserer Zeitung bei der Leiche um ein Mädchen handelt, wollen die Ermittler mit Verweis auf Ermittlungstaktik nicht bestätigen.

Eine wichtige Spur ist die auffällige Decke, in die das Baby eingewickelt war. Laut Kripo handelt es sich um das Fabrikat einer US-Firma in Texas. Die Kripo hofft auf Zeugen. Hinweise werden bei der Polizei (Kriminalkommissariat 11) unter der Rufnummer 2840 entgegen genommen.

Abgesehen von der Baby-Decke gibt es möglicherweise eine zweite wichtige Spur: Im Bachlauf in der Nähe des Fundorts, fand die Kripo einen Schlüsselbund, der den Anhängern zufolge wahrscheinlich einer Frau gehört. Ob und welche Verbindung der Schlüssel zu dem toten Säugling hat, ist noch offen.

Mehr zu den Hintergründen lesen Sie am Montag in der gedruckten Ausgabe der Westdeutschen Zeitung.

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