Die Eltern des 2008 in der Turnhalle Hesselnberg tödlich verletzten Jungen hatten mit ihrer Beschwerde Erfolg.

Wer trägt die Verantwortung? Am 25. Oktober 2008 fiel ein 150 Kilo schwerer Süßigkeiten-Automat (im Bild rechts) in der Turnhalle am hesselnberg auf einen kleinen Jungen, der seinen Verletzungen erlag. Ein Verfahren gegen die Aufsteller-Firma wurde eingestellt. Nach einer Beschwerde der Eltern bei der Generalstaatsanwaltschaft wird jetzt weiter ermittelt.
Wer trägt die Verantwortung? Am 25. Oktober 2008 fiel ein 150 Kilo schwerer Süßigkeiten-Automat (im Bild rechts) in der Turnhalle am hesselnberg auf einen kleinen Jungen, der seinen Verletzungen erlag. Ein Verfahren gegen die Aufsteller-Firma wurde eingestellt. Nach einer Beschwerde der Eltern bei der Generalstaatsanwaltschaft wird jetzt weiter ermittelt.

Wer trägt die Verantwortung? Am 25. Oktober 2008 fiel ein 150 Kilo schwerer Süßigkeiten-Automat (im Bild rechts) in der Turnhalle am hesselnberg auf einen kleinen Jungen, der seinen Verletzungen erlag. Ein Verfahren gegen die Aufsteller-Firma wurde eingestellt. Nach einer Beschwerde der Eltern bei der Generalstaatsanwaltschaft wird jetzt weiter ermittelt.

Wolfgang Westerholz

Wer trägt die Verantwortung? Am 25. Oktober 2008 fiel ein 150 Kilo schwerer Süßigkeiten-Automat (im Bild rechts) in der Turnhalle am hesselnberg auf einen kleinen Jungen, der seinen Verletzungen erlag. Ein Verfahren gegen die Aufsteller-Firma wurde eingestellt. Nach einer Beschwerde der Eltern bei der Generalstaatsanwaltschaft wird jetzt weiter ermittelt.

Wuppertal. Nach dem Tod eines anderthalb Jahre alten Jungen Ende Oktober 2008 in der Sporthalle am Hesselnberg - das Kind war von einem umfallenden Süßwaren-Automat erschlagen worden - muss die Staatsanwaltschaft weiter ermitteln. Wie berichtet, war das Verfahren im Frühjahr dieses Jahres eingestellt worden. Die Eltern des Jungen hatten daraufhin über ihre Rechtsanwältin Hannah Milena Piel Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf erhoben. Laut Piel hat die übergeordnete Behörde jetzt entschieden, dass die Ermittler in Wuppertal weiter an dem Fall arbeiten müssen.

"Aus menschlicher Sicht kann ich die Eltern verstehen."

 

Heribert-Kaune-Gebhardt, Staatsanwalt

Wie berichtet, hatte die Prüfung durch einen Sachverständigen ergeben, dass der Automat nicht vorschriftsgemäß aufgestellt und befestigt gewesen war. Schlussfolgerung der Staatsanwaltschaft: Das 150-Kilo-Gerät sei zu einem nicht mehr zu bestimmenden Zeitpunkt aus der Verankerung gerissen, danach auf seinen alten Platz geschoben worden. Dass die Halterung im Boden fehlte, sei somit nicht zu erkennen gewesen.

Rechtsanwältin Piel sieht sich nach der Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft dagegen bestätigt: "Im Sinne der Verkehrssicherungspflicht muss geklärt werden, wer im Oktober 2008 für die Standfestigkeit des Gerätes verantwortlich war." Der zuständige Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt kommentierte die neue Entwicklung gegenüber der WZ mit den Worten: "Aus menschlicher Sicht kann ich die Eltern verstehen."

Wie berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft ausschließlich gegen die Aufstellerfirma mit Sitz in Hilden wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Jetzt sollen sämtliche Zeugen des ersten Ermittlungsverfahrens - darunter der damalige Hausmeister der Turnhalle - erneut gehört werden. Und zwar mehr oder weniger ausschließlich zum Thema wann und von wem der Automat aus seiner ursprünglichen Verschraubung im Boden gerissen wurde. Laut Staatsanwaltschaft sei das bei den ersten Vernehmungen bereits geschehen, solle jetzt aber vertieft werden. Ein neues Gutachten werde es nicht geben. Ob die Ermittlungen bis Ende des Jahres abgeschlossen sind, war am Dienstag nicht abzusehen. Die Akten liegen jetzt wieder bei der Kripo. Mehr zum Thema im Internet unter:

www.wz-wuppertal.de

Das Unglück in der Turnhalle am Hesselnberg nahm die Stadt zum Anlass, die in städtischen Gebäuden aufgestellten Automaten auf ihre Standfestigkeit hin zu überprüfen.

In dem Fall gibt es bislang keine zivilrechtlichen Forderungen gegen die Aufsteller-Firma oder die Stadt.

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